HWK Schwaben

Informationen rund um die überbetriebliche Lehrlingsunterweisung

Hier finden Sie Antworten auf alle Ihre Fragen

Was versteht man unter ÜLU?

Die überbetriebliche Lehrlingsunterweisung (ÜLU) dient als Ergänzung und Unterstützung der betrieblichen Ausbildung in Handwerksbetrieben. Die ÜLU-Kurse sind berufsspezifische, praktische Unterrichte, vom ersten bis zum vierten Ausbildungsjahr. Sie werden in den Berufsbildungs- und Technologie-Zentren (BTZ) der Handwerkskammern durchgeführt. 





 

 

Warum überbetriebliche Lehrlingsunterweisung?

Die Anforderungen, die eine zeitgemäße Ausbildung an Ausbildungsbetriebe, Ausbilder und Auszubildende stellt, nehmen ständig zu. Durch die rasante technische Entwicklung wird der Lernstoff nicht nur umfangreicher, sondern auch komplizierter. Infolge zunehmender Spezialisierung können insbesondere Klein- und Mittelbetriebe des Handwerks nicht mehr alle dem Berufsbild entsprechenden Kenntnisse und Fertigkeiten vermitteln. Viele Betriebe sind aus organisatorischen Gründen nicht in der Lage, in erforderlichem Umfang an High-Tech Arbeitsplätzen auszubilden. Damit diese Defizite nicht auf Kosten der Auszubildenden und deren Ausbildungsniveau gehen und damit eine gleiche Grundlage für alle Auszubildenden eines Berufes erreicht wird, führen die Berufsbildungs- und Technologie-Zentren (BTZ) der Handwerkskammern die überbetriebliche Ausbildung durch.

 









Besteht Teilnahmepflicht für meinen Auszubildenden?

Ja - für alle Pflichtkurse! Für die einzelnen Berufe besteht Teilnahmepflicht für sog. obligatorische Kurse aufgrund der Ausbildungsordnung und des Beschlusses der Vollversammlung der Handwerkskammer für Schwaben.







Wer meldet meinen Auszubildenden zur überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung an?

Durch die Erfassung des Lehrvertrages in der Handwerkskammer für Schwaben werden die Daten des Auszubildenden registriert. Dadurch wird der Auszubildende "automatisch" zu den für ihn erforderlichen Lehrgängen der ÜLU eingeladen. Die Einladungen werden rechtzeitig an den Ausbildungsbetrieb gesandt. Es wird dabei im Bedarfsfall eine Übernachtungsmöglichkeit angeboten.







Finanzierung der ÜLU

In der beruflichen Grundbildung (1. Ausbildungsjahr) erfolgt die Finanzierung der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung durch Zuwendungen

  • des Freistaates Bayern (ca. 70 %)
  • durch Eigenmittel der Betriebe (ca. 30%)

In der Fachstufe (2.-4. Lehrjahr) erfolgt die Finanzierung der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung durch Zuwendungen

  • des Bundes (ca. 30 %)
  • des Freistaates Bayern (ca. 30 %)
  • des Europäischen Sozialfonds (ca. 10 %)
  • durch Eigenmittel der Ausbildungsbetriebe (ca. 30 %)
  • Für die Ausbildungsberufe gemäß der Ausbildungsordnung der Bauwirtschaft übernimmt die Lehrgangs-, Internats- und Fahrtkosten die Urlaubs- und Lohnausgleichskasse der Bauwirtschaft (SOKA-BAU).










 

Gefördert werden die Maßnahmen und Ausstattungen durch unsere Fördergeber .

Lehrpläne der überbetrieblichen Unterweisungsmaßnahmen finden Sie unter  Heinz-Piest-Institut  (Unterweisungspläne für die Lehrgänge der überbetrieblichen beruflichen Bildung zur Anpassung an die technische Entwicklung in den handwerklichen Berufen).