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Konjunkturumfrage im schwäbischen Handwerk - 2. Quartal 2026

Handwerkskonjunktur zeigt Lichtblicke – nicht alle Branchen ziehen mit

Quartalstrend 

Zum Ende des zweiten Quartals hat sich die Stimmung unter den befragten Handwerksunternehmen insgesamt verbessert, auch wenn die Einschätzungen in den einzelnen Gewerken doch sehr unterschiedlich ausfallen. Quer über alle Branchen beurteilen 82 % der Betriebe ihre eigene wirtschaftliche Lage als gut oder befriedigend. Das sind 5 Prozentpunkte mehr als noch im Vorquartal. Die Zukunftserwartungen bleiben verhalten. 

Der Geschäftsklimaindex bildet sowohl die aktuelle Lageeinschätzung als auch die Zukunftserwartungen der befragten Unternehmen ab. Im aktuellen Berichtsquartal liegt der Index bei 83 Punkten, das sind 2 Zähler mehr als noch im Vorquartal. Im Vorjahr lag der Index bei 85 Punkten. 

 



Höhere Zufriedenheit 

Quer über alle Branchen bewerten 82 % der befragten Betriebe ihre wirtschaftliche Lage mit gut oder befriedigend. Im Vergleich zum Vorquartal sind das 5 Prozentpunkte mehr.  Gegenüber dem Vorjahresquartal haben sich die Einschätzungen leicht verschlechtert. 

 



Ausbaugewerbe an der Spitze, Bauhauptgewerbe Schlusslicht 

Auffällig sind die stark voneinander abweichenden Bewertungen im Ausbau- bzw. Bauhauptgewerbe: Während das Ausbaugewerbe, darunter zahlenmäßig große Gewerke wie Elektrotechniker, Installateure oder Schreiner, mit einem Anteil von 92 % zufriedenen Betrieben an der Spitze im Branchenvergleich liegen, schneidet das Bauhauptgewerbe am schlechtesten ab. Lediglich 67 % der Maurer- oder Zimmererunternehmen sind mit ihrer Geschäftslage zufrieden. 

Die konsumnahen Handwerke spüren die zunehmende Verunsicherung und Zurückhaltung bei den Verbrauchern. Bei den Bäckern und Metzgern ist die Zufriedenheit binnen eines Jahres von über 90 % auf aktuell 78 % zurückgegangen. Bei den Friseuren oder Optikern sind 79 % mit ihrer Lage zufrieden. Angespannt bleibt die Lage bei den gewerblichen Zulieferern und Dienstleistern, von denen nur 74 % positiv gestimmt sind. Im Kfz-Gewerbe läuft es vergleichsweise rund, 86 % sind zufrieden. 



 



Fehlende Aufträge

Die schwache Auftragsdynamik setzt die Handwerksbetriebe unvermindert unter Druck. Lediglich 13 % berichten über ein Plus bei den Auftragseingängen. Jedes dritte Unternehmen (32 %) beklagt dagegen ein Minus. Im Bauhauptgewerbe und bei den Handwerken für gewerblichen Bedarf sind es sogar 38 % bzw. 39 % der Firmen, die einen Rückgang verzeichnen.

Die durchschnittliche Reichweite liegt bei 8,5 Wochen, das entspricht exakt dem Wert des Vorquartals. Der Vergleich zum Vorjahr mit einer gemessenen Reichweite von 9,7 Wochen zeigt, dass die Betriebe von ihrer Substanz und ihrem Auftragspolster zehren. 

 



Gedämpfte Zukunftsaussichten

Eine deutliche Mehrheit von 75 % der befragten Unternehmen teilt die Einschätzung, dass sich an ihrer gegenwärtigen wirtschaftlichen Lage nichts verändern wird. Lediglich 9 % gehen von einer Verbesserung aus. Demgegenüber befürchten 16 % eine Verschlechterung. Einen Rückgang an Aufträgen bzw. geringere Umsätze erwarten rund 20 % der Firmen. Auch die Gefahr weiter steigender Einkaufspreise sehen die Unternehmen auf sich zukommen. 57 % gehen von einem Preisanstieg aus. 

 



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