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Ausbildungsprämie für besonders Corona-geschädigte Betriebe

Anträge können bei der Agentur für Arbeit bzw. bei der Deutschen Rentenversicherung - Knappschaft-Bahn-See gestellt werden

Bitte stellen Sie Ihren Antrag schnellstmöglich!



Seit dem 01. August 2020 ist das Bundesprogramm "Ausbildungsplätze sichern" in Kraft. Hierdurch soll verhindert werden, dass die Corona-Krise auch zu einer Krise für die berufliche Zukunft junger Menschen wird. Zudem sichert die Stabilisierung des Ausbildungsplatzangebots die Fachkräfte von morgen.

Antragsberechtigt sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit bis zu 249 Mitarbeitenden in Vollzeitäquivalenten. Zudem dürfen bereits erhaltene De-Minimis-Beihilfen innerhalb des fließenden Zeitraums von drei Steuerjahren den Betrag von 200.000 € (100.000 € im Straßentransportsektor) nicht überschreiten. Die Förderungen können auch von erstausbildenden Betrieben beantragt werden.

 

1. Bedingungen für die "Ausbildungsprämien" - für besonders Corona-geschädigte Betriebe: 

  • Sie haben in den Monaten April und Mai 2020 durchschnittliche Umsatzeinbußen um mindestens 60% gegenüber den Monaten April und Mai 2019 zu verzeichnen (Bei Betriebsgründung nach April 2019 gelten für 2019 die Vergleichsmonate November und Dezember) oder
  • Sie haben im 1. Halbjahr 2020 wenigstens einen Monat Kurzarbeit durchgeführt

Weitere Bedingungen: 

  • Das Ausbildungsverhältnis beginnt frühestens am 1. August 2020 und spätestens am 15. Februar 2021
  • Das Ausbildungsverhältnis muss über die Probezeit hinweg fortbestehen (Stellen Sie Ihren Antrag trotzdem bereits jetzt und reichen die Erklärung über die bestandene Probezeit nach!)

Wichtig: Die Förderung kann nur gewährt werden, wenn diese Bedingungen erfüllt sind! Siehe auch "FAQ - BMAS - Bundesprogramm Ausbildungsplätze sichern"



1. a "Ausbildungsprämie" - bei Erhalt des Ausbildungsniveaus:

Betriebe, die ihre Ausbildungsleistung auf dem durchschnittlichen Niveau der drei Vorjahren aufrechterhalten, erhalten für jeden Ausbildungsvertrag im geförderten Zeitraum einmalig 2.000 Euro.



1. b "Ausbildungsprämie plus" - bei Erhöhung des Ausbildungsniveaus:

Betriebe, die eine höhere Zahl an Ausbildungsverträgen abgeschlossen haben als sie es im Durchschnitt der letzten drei Jahre getan haben, erhalten für jeden im geförderten Zeitraum zusätzlich abgeschlossenen Ausbildungsvertrag einmalig 3.000 Euro. 



Antragsstellung für die Ausbildungsprämien

  • Der Antrag auf Förderung kann ab sofort gestellt werden. Er muss jedoch spätestens drei Monate nach erfolgreichem Abschluss der Probezeit der Agentur für Arbeit zugehen
  • Der Betrieb muss nach Ende der Probezeit eine Erklärung über die Fortsetzung des Ausbildungsverhältnisses einreichen
  • Die Bearbeitung erfolgt nach der Reihenfolge des Antragseingangs
  • Für jeden förderfähigen Ausbildungsvertrag kann eine Prämie beantragt werden

 Ausgeschlossen von der Förderung sind:

  • Ausbildungsverhältnisse mit Ehegatten oder Verwandten ersten Grades
  • Ausbildungsverhältnisse für die der Betrieb bereits eine Förderung mit ähnlicher Zielrichtung erhält
  • Betriebe, die ein Insolvenzverfahren beantragt oder eröffnet haben

2. "Übernahmeprämie":

KMU, die Auszubildende aus pandemiebedingt insolventen KMU im Zeitraum vom 01. August bis zum 31. Dezember 2020 für die Dauer der restlichen Ausbildung übernehmen, erhalten eine einmalige Übernahmeprämie in Höhe von 3.000 Euro pro aufgenommenem Auszubildenden. Die Förderung erfolgt frühestens ab Inkrafttreten der Förderrichtlinie. 

Nähere Informationen zum "Übernahmeprämie" erhalten Sie von Ihrem zuständigen Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit.

 

3. "Zuschuss zur Ausbildungsvergütung" zur Vermeidung von Kurzarbeit:

Betriebe, die trotz erheblichem Arbeitsausfall die Ausbildung fortsetzen und die Auszubildenden sowie deren Ausbilder nicht in Kurzarbeit bringen, erhalten 75% der Bruttoausbildungsvergütung für jeden Monat, in dem der Arbeitsausfall mehr als 50% beträgt, ersetzt. Der Zuschuss kann ab August 2020 und letztmalig für Dezember 2020 gewährt werden.

Nähere Informationen zum "Zuschuss zur Ausbildungsvergütung" erhalten Sie von Ihrem zuständigen Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit.

Weitere Informationen zu den Punkten 1 bis 3 erhalten Sie auf der Internetseite der Agentur für Arbeit oder bei Ihrem zuständigen Arbeitgeberservice der Bundesagentur:

Kontakt zu Ihrem Arbeitgeberservice:

Augsburg, Augsburg Land, Aichach-Friedberg

Donau-Ries, Dillingen, Neu-Ulm, Günzburg

Kempten, Memmingen, Lindau, Kaufbeuren, Unter-, Ober-, Ostallgäu       

Tel. 0800 4555520

Tel. 0800 4555520

Tel. 0800 4555520



4. Förderung von Auftrags- und Verbundausbildung:

Wenn KMU die Ausbildung zeitweise, pandemiebedingt nicht fortsetzen können (Stammbetrieb), können insbesondere andere KMU (Interims-Ausbildungsbetriebe) zeitlich befristet die Ausbildung übernehmen und dafür eine Förderung in Höhe von einmalig 4.000 € erhalten

Dass eine Einstellung oder maßgebliche Behinderung des Geschäftsbetriebs vollständig oder zu wesentlichen Teilen pandemiebedingt ist, wird dann angenommen, wenn

  • der Stammausbildungsbetrieb im Jahr 2020 wenigstens einen Monat Kurzarbeit durchgeführt hat oder
  • der Umsatz des Stammausbildungsbetriebs in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 um mindestens 50 Prozent gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten zurückgegangen ist oder sein durchschnittlicher Umsatz im gesamten Zeitraum April bis August 2020 um mindestens 30 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurückgegangen ist. Bei einem Stammausbildungsbetrieb, der nach April 2019 gegründet worden ist, sind zum Nachweis des Umsatzeinbruches von mindestens 50 Prozent in zwei zusammenhängenden Monaten als Vorjahresmonate November und Dezember 2019 zum Vergleich heranzuziehen.

Antragsberechtigt sind

  • KMU aus allen Wirtschaftsbereichen, die im Rahmen der Auftrags- oder Verbundausbildung für mindestens sechs Monate im eigenen Betrieb ausbilden und über die hierfür notwendige Ausbildungseignung verfügen,
  • ÜBS (Überbetriebliche Ausbildung) und andere etablierte Ausbildungsdienstleister, die im Rahmen der Auftrags- oder Verbundausbildung für mindestens sechs Monat ausbilden,
  • Landesinnungsverbände und Fachverbände, die für ihre Mitglieder ÜBA durchführen,
  • Natürliche und juristische Personen des privaten Rechts, die Träger von Berufsbildungsstätten sind.

 die betriebliche Ausbildung soll dabei Vorrang haben.

 Ausgeschlossen von der Förderung sind

  • Ausbildungsverhältnisse mit Ehegatten oder Verwandten ersten Grades
  • Ausbildungsverhältnisse, für die der Betrieb bereits einen Zuschuss zur Ausbildungsvergütung, eine Übernahmeprämie oder eine Förderung mit ähnlicher Zielrichtung erhält.
  • Betriebe, die ein Insolvenzverfahren beantragt oder eröffnet haben.

Antragsstellung

  • Die Vereinbarung über die Auftrags- oder Verbundausbildung muss zwischen dem 24.06.2020 und dem Ablauf des 30.06.2021 geschlossen werden. Die hierin vereinbarte Auftrags- oder Verbundausbildung muss eine Dauer von mindestens sechs Monaten haben.
  • Anträge können bis zum 30.09.2021 gestellt werden.
  • Folgende Unterlagen werden für die Antragsstellung benötigt:
    1. Kopie der Vereinbarung zwischen Stammausbildungsbetrieb und Interims-Ausbildungsbetrieb über eine Auftrags- oder Verbundausbildung von mind. 6 Monaten (inkl. Ausbildungsplan für die Zeit der Auftrags- und Verbundausbildung)
    2. Bescheinigung über die Eintragung des Ausbildungsverhältnisses beim Stammausbildungsbetrieb in das Verzeichnis der Berufsausbildungsverhältnisse
    3. Erklärung über den Beginn der Durchführung der Auftrags- oder Verbundausbildung
    4. Bestätigung der Geeignetheit des Interims-Ausbildungsbetriebs
    5. Erklärung des Stammausbildungsbetriebs über pandemiebedingte Unmöglichkeit der Fortsetzung der Ausbildung
  • Die Antragsunterlagen sind auf der Internetseite der Deutschen Rentenversicherung - Knappschaft-Bahn-See erhältlich.

Weitere Informationen zur "Förderung von Auftrags- und Verbundausbildung" erhalten Sie bei der Deutschen Rentenversicherung - Knappschaft-Bahn-See.

Kontaktdaten für Rückfragen: 0800 7245895 (Mo-Fr 8:00 bis 14:00 Uhr) oder ausbildungsplaetze-sichern@kbs.de