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Ausbildungsprämie für besonders Corona-geschädigte Betriebe

Anträge können ab dem 3. August 2020 bei der zuständigen Agentur für Arbeit gestellt werden.

!Bitte stellen Sie Ihren Antrag schnellstmöglich!



Seit dem 1. August ist das Bundesprogramm "Ausbildungsplätze sichern" in Kraft. Hierdurch soll verhindert werden, dass die Corona-Krise auch zu einer Krise für die berufliche Zukunft junger Menschen wird. Zudem sichert die Stabilisierung des Ausbildungsplatzangebots die Fachkräfte von morgen.

Antragsberechtigt sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit bis zu 249 Mitarbeitenden in Vollzeitäquivalenten. Zudem dürfen bereits erhaltene De-Minimis-Beihilfen innerhalb des fließenden Zeitraums von drei Steuerjahren den Betrag von 200.000 € (100.000 € im Straßentransportsektor) nicht überschreiten. Die Förderungen können auch von erstausbildenden Betrieben beantragt werden.

 

1. Bedingungen für die "Ausbildungsprämien" - für besonders Corona-geschädigte Betriebe: 

  • Sie haben in den Monaten April und Mai 2020 durchschnittliche Umsatzeinbußen um mindestens 60% gegenüber den Monaten April und Mai 2019 zu verzeichnen (Bei Betriebsgründung nach April 2019 gelten für 2019 die Vergleichsmonate November und Dezember) oder
  • Sie haben im 1. Halbjahr 2020 wenigstens einen Monat Kurzarbeit durchgeführt
  • Das Ausbildungsverhältnis beginnt frühestens am 1. August 2020 und spätestens am 15. Februar 2021
  • Das Ausbildungsverhältnis muss über die Probezeit hinweg fortbestehen (Stellen Sie Ihren Antrag trotzdem bereits jetzt und reichen die Erklärung über die bestandene Probezeit nach!)

!Wichtig: Die Förderung kann nur gewährt werden, wenn diese Bedingungen erfüllt werden! Siehe auch "FAQ - BMAS - Bundesprogramm Ausbildungsplätze sichern"



1. a "Ausbildungsprämie" - bei Erhalt des Ausbildungsniveaus:

Betriebe, die ihre Ausbildungsleistung auf dem durchschnittlichen Niveau der drei Vorjahren aufrechterhalten, erhalten für jeden Ausbildungsvertrag im geförderten Zeitraum einmalig 2.000 Euro.



1. b "Ausbildungsprämie plus" - bei Erhöhung des Ausbildungsniveaus:

Betriebe, die eine höhere Zahl an Ausbildungsverträgen abgeschlossen haben als sie es im Durchschnitt der letzten drei Jahre getan haben, erhalten für jeden im geförderten Zeitraum zusätzlich abgeschlossenen Ausbildungsvertrag einmalig 3.000 Euro. 



Antragsstellung für die Ausbildungsprämien

  • Der Antrag auf Förderung kann ab sofort gestellt werden. Er muss jedoch spätestens drei Monate nach erfolgreichem Abschluss der Probezeit der Agentur für Arbeit zugehen
  • Der Betrieb muss nach Ende der Probezeit eine Erklärung über die Fortsetzung des Ausbildungsverhältnisses einreichen
  • Die Bearbeitung erfolgt nach der Reihenfolge des Antragseingangs
  • Für jeden förderfähigen Ausbildungsvertrag kann eine Prämie beantragt werden

 Ausgeschlossen von der Förderung sind:

  • Ausbildungsverhältnisse mit Ehegatten oder Verwandten ersten Grades
  • Ausbildungsverhältnisse für die der Betrieb bereits eine Förderung mit ähnlicher Zielrichtung erhält
  • Betriebe, die ein Insolvenzverfahren beantragt oder eröffnet haben

2. "Übernahmeprämie":

KMU, die Auszubildende aus pandemiebedingt insolventen KMU im Zeitraum vom 1. August bis zum 31. Dezember 2020 für die Dauer der restlichen Ausbildung übernehmen, erhalten eine einmalige Übernahmeprämie in Höhe von 3.000 Euro pro aufgenommenem Auszubildenden. Die Förderung erfolgt frühestens ab Inkrafttreten der Förderrichtlinie. 

Nähere Informationen zum "Übernahmeprämie" erhalten Sie von Ihrem zuständigen Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit.

 

3. "Zuschuss zur Ausbildungsvergütung" zur Vermeidung von Kurzarbeit:

Betriebe, die trotz erheblichem Arbeitsausfall die Ausbildung fortsetzen und die Auszubildenden sowie deren Ausbilder nicht in Kurzarbeit bringen, erhalten 75% der Bruttoausbildungsvergütung für jeden Monat, in dem der Arbeitsausfall mehr als 50% beträgt, ersetzt. Der Zuschuss kann ab August 2020 und letzmalig für Dezember 2020 gewährt werden.

Nähere Informationen zum "Zuschuss zur Ausbildungsvergütung" erhalten Sie von Ihrem zuständigen Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit.



4. Förderung von Auftrags- und Verbundausbildung - noch nicht beantragbar:

Wenn KMU die Ausbildung zeitweise nicht fortsetzen können, können insbesondere andere KMU zeitlich befristet (und zwar für mindestens sechs Monate) die Ausbildung übernehmen und dafür eine Förderung erhalten. Dies gilt, wenn der Geschäftsbetrieb des ursprünglich ausbildenden KMU vollständig oder zu wesentlichen Teilen pandemiebedingt von Schließungen oder erheblichen Auflagen, die eine Fortsetzung des Geschäftsbetriebs maßgeblich behindern, betroffen ist.

Wichtiger Hinweis: Die konkreten Förderrichtlinien inkl. Details zur Antragsstellung für die Förderung von Auftrags- und Verbundausbildungen werden derzeit erarbeitet. Aktuell ist die Förderung noch nicht beantragbar. Wir informieren Sie sofort an dieser Stelle, sobald die Details bekannt sind.

 

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Internetseite der Agentur für Arbeit oder bei Ihrem zuständigen Arbeitgeberservice der Bundesagentur:

Kontakt zu Ihrem Arbeitgeberservice:

Augsburg, Augsburg Land, Aichach-Friedberg

Donau-Ries, Dillingen, Neu-Ulm, Günzburg

Kempten, Memmingen, Lindau, Kaufbeuren, Unter-, Ober-, Ostallgäu         

Tel. 0800 4555520

Tel. 0906 788217

Tel. 0831 2056