Frau mit Sparschwein
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Ausbildungsprämie für Corona-geschädigte Betriebe

Das Bundesprogramm "Ausbildungsplätze sichern" wurde verlängert und weiterentwickelt.

Eine Übersicht zu den Fördermöglichkeiten finden Sie im Folgenden:


Änderungen der Ersten Förderrichtlinie:

  • Nahtlose Verlängerung der Ausbildungsprämien für das Frühjahr 2021: Die Förderung mit Ausbildungsprämien wird nicht mit dem 15. Februar 2021 enden, sondern nahtlos fortgesetzt. Dazu werden die bislang geltenden Fördermöglichkeiten bis zum 31. Mai 2021 verlängert.
  • Für Ausbildungen, die ab dem 01. Juni 2021 beginnen, - somit für das Ausbildungsjahr 2021/2022 - wird die neue Fördersystematik in Kraft gesetzt werden. Einzelheiten dazu finden Sie im Folgenden unter "Ausbildungsprämie und Ausbildungsprämie plus".
  • Änderungen und Vorgaben in den Bereichen "Zuschuss zur Ausbildungsprämie zur Vermeidung von Kurzarbeit", "Übernahmeprämie" und "Lockdown II-Sonderzuschuss" finden Sie in der Beschreibung der jeweiligen Fördermaßnahme.

Änderungen der Zweiten Förderrichtlinie:

  • Verbesserung und Flexibilisierung der Förderung von Auftrags- und Verbundausbildung
  • Neueinführung einer Förderung von Prüfungsvorbereitungslehrgängen
Ausbildungsbeginn
ab 24. Juni 2020 bis 31. Mai 2021
Ausbildungsbeginn
ab 01. Juni 2021 bis 15. Februar 2022
Anspruchsberechtigte BetriebeKMU bis 249 MitarbeiterKMU bis 499 Mitarbeiter
Pandemie-Betroffenheit
  • 1 Monat Kurzarbeit (seit Januar 2020) oder
  • in 2 aufeinanderfolgenden Monaten 50 % Umsatzrückgang (seit April 2020) oder
  • in 5 zusammenhängenden Monaten 30 % Umsatzrückgang (seit April 2020)

 Der Zeitraum der Kurzarbeit bzw. des Umsatzrückgangs muss vor Ausbildungsbeginn liegen

  • 1 Monat Kurzarbeit (seit Januar 2020) oder
  • 1 Monat 30 % Umsatzrückgang (seit April 2020)

Der Zeitraum der Kurzarbeit bzw. des Umsatzrückgangs muss vor Ausbildungsbeginn liegen

Berechnung des AusbildungsniveausDurchschnitt der Ausbildungsverträge
der Jahre 2018/19, 2019/20 und
2020/21 im Vergleich zur Zahl der
Neuverträge im Jahr 2021/22
  • Durchschnitt der Ausbildungsverträge der
    Jahre 2018/19, 2019/20 und 2020/21 im
    Vergleich zur Zahl der Neuverträge im
    Jahr 2021/22 oder
  • Summe der Neuverträge der Jahre
    2018/19, 2019/20 und 2020/21 im
    Vergleich zur Summe der Verträge in den
    Jahren 2019/20, 2020/21 und 2021/22
Umfang der Prämie
  • 2.000 € Ausbildungsprämie
  • 3.000 € Ausbildungsprämie plus
  • 4.000 € Ausbildungsprämie
  • 6.000 € Ausbildungsprämie plus

Wichtig: Die Förderung kann nur gewährt werden, wenn diese Bedingungen erfüllt sind!
Die Antragsformulare sind auf der Homepage der Agentur für Arbeit bereitgestellt.

Antragsstellung für die Ausbildungsprämien

  • Der Antrag auf Förderung kann ab sofort gestellt werden. Er muss jedoch spätestens drei Monate nach erfolgreichem Abschluss der Probezeit der Agentur für Arbeit zugehen. Mit dem Ende der Probezeit hat der Betrieb eine Erklärung über die Fortsetzung des Ausbildungsverhältnisses einzureichen
  • Auch Ausbildungsverträge von Auszubildenden, die ihre Ausbildung im beantragenden Betrieb fortsetzen, können prämiert werden. Dies gilt unabhängig davon in welchem Ausbildungsjahr der Wechsel stattfindet.
  • Für jeden förderfähigen Ausbildungsvertrag kann eine Prämie beantragt werden
  • Betriebe eines Franchise-Unternehmens werden in der Regel nicht dem Gesamtunternehmensverbund zugerechnet, sondern einzeln bewertet.

Frist für den Antrag:
Der Antrag ist spätestens 3 Monate, nachdem die Probezeit des begründeten Ausbildungsverhältnisses erfolgreich abgeschlossen wurde, zu stellen.

Ausgeschlossen von der Förderung sind:

  • Ausbildungsverhältnisse mit Ehegatten oder Verwandten ersten Grades
  • Ausbildungsverhältnisse für die der Betrieb bereits eine Förderung mit ähnlicher Zielrichtung erhält
  • Betriebe, die ein Insolvenzverfahren beantragt oder eröffnet haben


Nähere Informationen zur "Ausbildungsprämie" sowie die entsprechenden Antragsunterlagen erhalten Sie auf der Homepage der Agentur für Arbeit oder telefonisch unter Tel. 0800 4555520

Antragsstellung spätestens bis zum 31. Juli 2021

Anspruchsberechtigte BetriebeKleinstunternehmen bis vier Mitarbeiter
Anspruch
  • keine oder nur in geringem Umfang erfolgende Geschäftstätigkeit aufgrund oder in mittelbarer Folge Corona-bedingter behördlicher Anordnung im Zeitraum von November 2020 bis 31. Juli 2021 und
  • Ausbildung wurde dennoch seit November 2020 an mindestens 30 Arbeitstagen im eigenen Betrieb oder im Rahmen einer Auftrags- oder Verbundausbildung fortgesetzt
Umfang des Sonderzuschusses1.000 € einmalig für jede/n Auszubildende/n

Der Lockdown-II-Sonderzuschuss für Kleinstunternehmen kann nicht mit dem Zuschuss zur Vermeidung von Kurzarbeit kombiniert werden.

Betriebe eines Franchise-Unternehmens werden in der Regel nicht dem Gesamtunternehmensverbund zugerechnet, sondern einzeln bewertet.

Nähere Informationen zum "Lockdown-II-Sonderzuschuss" sowie die entsprechenden Antragsunterlagen erhalten Sie auf der Homepage der Agentur für Arbeit oder telefonisch unter Tel. 0800 4555520

Zuschuss zur Ausbildungsvergütung
• August 2020 bis März 2021 rückwirkend Neubeantragung möglich, wenn zuvor Förderung abgelehnt wurde, weil die Anzeige der Fortsetzung der Berufsausbildung nicht oder nicht rechtzeitig erfolgt ist

Zuschuss zur Ausbildungs- und Ausbildervergütung
• April 2021 bis Dezember 2021
Anspruchsberechtigte BetriebeKMU bis 499 Mitarbeiter
Anspruch
  • Kurzarbeitergeld von der Agentur für Arbeit und
  • Auszubildende und deren Ausbilder/in nicht in Kurzarbeit trotz relevantem Arbeitsausfall aufgrund der Corona-Krise 
  • laufende Ausbildungsaktivitäten werden/wurden fortgesetzt
  • Arbeitsausfall der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Kurzarbeitergeldbezug liegt bei mindestens 50 Prozent.
Förderung von
  • Auszubildenden
  • Ausbilderinnen/Ausbildern
  • an der Ausbildung mitwirkenden Fachkräften
  • die Berufsausbildung durchführenden Fachkräften des Trägers
Umfang des Zuschusses
  • 75 % der Ausbildungsvergütung
  • 50 % der Lohnkosten der Ausbilderinnen und Ausbilder (maximal 4.000 €; für Geschäftsführer/in ohne vereinbarte Arbeitsvergütung 2.500 €; zzgl. 20 % Sozialversicherungspauschale)

Der Zuschuss zur Vermeidung von Kurzarbeit kann nicht mit dem Lockdown-II-Sonderzuschuss für Kleinstunternehmen kombiniert werden.

Den Antrag auf einen Zuschuss zur Vermeidung von Kurzarbeit muss monatlich gestellt werden. Dabei gilt die rückwirkende Antragsstellung. Achtung: Der Antrag muss innerhalb von 3 Monaten nach dem Monat gestellt werden, für den der Antrag gilt.
(Für die Monate August 2020 bis Februar 2021 können Sie den Antrag bis zum 26. Juni 2021 stellen)

Betriebe eines Franchise-Unternehmens werden in der Regel nicht dem Gesamtunternehmensverbund zugerechnet, sondern einzeln bewertet.

Nähere Informationen zum "Zuschuss zur Vermeidung von Kurzarbeit" sowie die entsprechenden Antragsunterlagen erhalten Sie auf der Homepage der Agentur für Arbeit oder telefonisch unter Tel. 0800 4555520

Übernahme der/des Auszubildenden zwischenAugust 2020 bis 31. Dezember 2021
Anspruchsberechtigte Betriebealle Betriebe (nicht nur KMU)
Übernahme von Auszubildenden aufgrund
  • einer Pandemie-bedingten Insolvenz des Ausbildungsbetriebs oder
  • einer Kündigung / eines einvernehmlichen Auflösungsvertrages, weil dem
    Ausbildungsbetrieb die Fortführung der Ausbildung wegen der Folgen der Corona-Krise bis zum Ablauf der Ausbildungszeit nicht mehr möglich ist
Umfang der Übernahmeprämie6.000 €

Antragsstellung: spätestens 3 Monate nach erfolgreichem Abschluss der Probezeit des neu begründeten Ausbildungsverhältnisses

Nähere Informationen zur "Übernahmeprämie" sowie die entsprechenden Antragsunterlagen erhalten Sie auf der Homepage der Agentur für Arbeit oder telefonisch unter Tel. 0800 4555520

Anspruchsberechtigte BetriebeKMU bis 499 Mitarbeiter
Pandemie-Betroffenheit 
  • 1 Monat Kurzarbeit (im Jahr 2020 oder 2021)
  • 1 Monat 30 % Umsatzrückgang (Zeitraum April 2020 bis Dezember 2021)
Rahmenbedingungen
  • Gefördert wird die Teilnahme an externen Prüfungsvorbereitungslehrgängen für Auszubildende, die im Laufe des Jahres 2021 voraussichtlich ganz oder teilweise ihre Abschlussprüfung ablegen werden.
  • Der Lehrgang muss in der Zeit vom 18. März 2021 bis 31. Dezember 2021 begonnen und abgeschlossen werden.
  • Antragsberechtigt ist ausschließlich der Stammausbildungsbetrieb.
  • Die Höhe des Zuschusses beträgt 50 % der anfallenden Lehrgangsgebühren (maximal jedoch 500 € pro Azubi).
  • Der Zuschuss wird pro Azubi nur einmal gewährt und nur bei regelmäßiger Teilnahme gezahlt. 
  • Die Teilnahme am Prüfungsvorbereitungskurs muss dem Auszubildenden ohne Eigenbeteiligung am Entgelt durch den Stammausbildungsbetrieb zur Verfügung gestellt werden.
  • Der Stammausbildungsbetrieb kann, bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen, für die Dauer des Prüfungsvorbereitungslehrganges auch einen Zuschuss zur Ausbildungsvergütung nach Punkt 2.3 der Ersten Förderrichtlinie beantragen.
Weitere Informationen zur Antragsstellung sowie die Antragsunterlagen erhalten Sie bei der Deutschen Rentenversicherung - Knappschaft-Bahn-See.

Anträge können bis zum Ablauf des 31. März 2022 gestellt werden.

Kontaktdaten für Rückfragen: 0800 7245895 (Mo-Fr 8:00 bis 14:00 Uhr) oder ausbildungsplaetze-sichern@kbs.de
Wenn der Stammbetrieb (KMU bis 499 Mitarbeiter) die Ausbildung zeitweise, pandemiebedingt nicht fortsetzen kann, kann beispielsweise ein anderer Ausbildungsbetrieb (Interims-Ausbildungsbetrieb) für mindestens vier Wochen die Ausbildung übernehmen. Dafür kann einer der beteiligten Partner eine Förderung beantragen.

Dass eine Einstellung oder maßgebliche Behinderung des Geschäftsbetriebs vollständig oder zu wesentlichen Teilen pandemiebedingt ist, wird dann angenommen, wenn
  • an den Stammausbildungsbetrieb im Jahr 2020 oder 2021 vor der Vereinbarung der Auftrags- oder Verbundausbildung von der Agentur für Arbeit Kurzarbeitergeld geleistet worden ist oder
  • der Umsatz des Stammausbildungsbetriebs in einem Monat im Zeitraum April 2020 bis Dezember 2021 um mindestens 30 Prozent gegenüber dem entsprechenden Monat des Jahres 2019 zurückgegangen ist. Bei einem Stammausbildungsbetrieb, der nach April 2019 gegründet worden ist, sind zum Nachweis des Umsatzeinbruches von mindestens 30 Prozent in einem Monat der Durchschnitt der Umsätze von November und Dezember 2019 zum Vergleich heranzuziehen.

Antragsberechtigt sind

  • der Stammausbildungsbetrieb (nicht mehr als 499 Mitarbeitern und Sitz/Niederlassung in Deutschland) oder
  • der Interims-Ausbildungsbetrieb oder die ausbildende Einrichtung mit Sitz oder Niederlassung in Deutschland (keine Größenbegrenzung) oder
  • Überbetriebliche Berufsbildungsstätten (ÜBS) oder andere etablierte Ausbildungsdienstleister

Ausgeschlossen von der Förderung sind

  • Ausbildungsverhältnisse mit Ehegatten oder Verwandten ersten Grades
  • Arbeitgeber der öffentlichen Hand wie Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts
  • Betriebe, die ein Insolvenzverfahren beantragt oder eröffnet haben.

Weitere Informationen zur "Förderung von Auftrags- und Verbundausbildung" sowie die entsprechenden Antragsunterlagen erhalten Sie bei der Deutschen Rentenversicherung - Knappschaft-Bahn-See.

Anträge können bis zum Ablauf des 31. März 2022 gestellt werden.

Kontaktdaten für Rückfragen: 0800 7245895 (Mo-Fr 8:00 bis 14:00 Uhr) oder ausbildungsplaetze-sichern@kbs.de