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Corona Arbeitsschutz und Hygiene



Allgemein

Geöffnete Geschäfte müssen Hygienevorschriften einhalten und sind auch verpflichtet, ein Infektionsschutzkonzept zu erstellen. 

Viele Berufsgenossenschaften bieten berufsspezifischen Empfehlungen an. Bitte nehmen Sie deshalb auch deren Angebot in Anspruch. 

Als Arbeitgeber sind Sie außerdem verpflichtet, Ihre Beschäftigten in Themen des Arbeitsschutzes zu unterweisen. Hierzu gehören im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie auch insbesondere Hygienemaßnahmen.

Die wichtigsten Hygienetipps sind dabei:

  1. Achten Sie auf sorgfältige Handhygiene. Eine Anleitung in fünf Schritten bietet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.
  2. Beim Händewaschen sind Desinfektionsmittel eine gute Unterstützung. Sie sind in Apotheken erhältlich. Halten Sie sich an die Husten- und Nies-Etikette. Wie diese aussieht, erklärt die BZgA auf ihrem Portal infektionsschutz.de.
  3. Halten Sie mindestens 1,5 Meter Abstand zu allen Personen. Auf Händeschütteln sollte verzichtet werden.

Interessante Hinweise bietet auch der DGUV.

Häufig gestellte Fragen an das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege.



Corona-Arbeitsschutzverordnung

Um die Beschäftigten in der Pandemie zu schützen, regelt die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung besondere Schutzmaßnahmen. Die aktualisierte Fassung wurde veröffentlicht und gilt bis 19.03.2022. Bei der Umsetzung der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung sind die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregeln der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) vom 07.05.2021 zu berücksichtigen. Ergänzt werden die Regelungen durch die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandards vom 22.02.2020.



Wesentlicher Inhalt:

  • Eine Gefährdungsbeurteilung und ein betriebliches Hygienekonzept durch die Betriebe bleibt wie bisher notwendig. Es ist hinsichtlich der erforderlichen Maßnahmen zu überprüfen und bei Bedarf zu aktualisieren. Bei der Festlegung der Maßnahmen kann der Arbeitgeber einen ihm bekannten Impf- oder Genesungsstatus der Beschäftigten berücksichtigen.

  • Ergibt die Gefährdungsbeurteilung, dass ein Schutz der Arbeitnehmer mangels anderer Maßnahmen nicht anders als durch das Tragen medizinischer Gesichtsmasken möglich ist, sind diese vom Arbeitgeber bereitzustellen.

  • Die gleichzeitige Nutzung von Räumen durch mehrere Personen ist weiterhin auf das betriebsnotwendige Minimum zu reduzieren.

  • Es bleibt grundsätzlich bei einer Testangebotspflicht zweimal innerhalb einer Woche für Arbeitnehmer, die nicht von daheim aus arbeiten. Diese Testangebote sind dann nicht erforderlich, soweit der Arbeitgeber durch andere geeignete Schutzmaßnahmen einen gleichwertigen Schutz der Beschäftigten sicherstellt oder einen bestehenden gleichwertigen Schutz nachweisen kann. Ausnahmen gibt es somit für vollständig geimpfte bzw. genesene Beschäftigte. Allerdings müssen Arbeitnehmer gegenüber dem Arbeitgeber keine Angaben über Testergebnisse, Impf- oder Genesungsstatus machen.

  • Die Aufbewahrungsfrist für die Nachweise der Beschaffung von Tests oder Vereinbarungen mit Dritten über die Testung ist verlängert worden. Sie gilt bis zum 19.03.2022. Diese Aufbewahrungsfrist gilt auch für die Nachweise, welche bereits bis zum 30.06.2021 vorlagen.

  • Der Arbeitgeber hat den Beschäftigten während der Arbeitszeit eine Impfung gegen das Coronavirus zu ermöglichen. Unklar ist aufgrund der Formulierung, ob es sich hierbei um eine bezahlte Freistellungen handelt. Auch aus der Begründung geht es nicht hervor. Es wird aber so angenommen, wenn Beschäftigte kein Gleitzeitkonto haben.

  • Der Arbeitgeber hat die Betriebsärzte und die überbetrieblichen Dienste von Betriebsärzten, die Schutzimpfungen aus Gründen des Bevölkerungsschutzes im Betrieb durchführen, organisatorisch und personell zu unterstützen.

  • Die Beschäftigten sind im Rahmen der Unterweisung über die Gesundheitsgefährdung bei der Erkrankung an der Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19) aufzuklären und über die Möglichkeit einer Schutzimpfung zu informieren.

Weitere Informationen hat das Bundesarbeitsministerium hier zusammengestellt.



Arbeitsschutz und Hygienemaßnahmen

Das Hygienekonzept ist nicht mehr verpflichtend vorgeschrieben. Es wird durch die 16. BayIfSMV nur noch empfohlen.





Wo finde ich Hinweise zu Schutzmaßnahmen für Handwerker und Handwerkerinnen im Kundendienst sowie weitere Empfehlungen die Betriebe und Beschäftigte umsetzen können?

Hinweise und Nähere Informationen erhalten Sie auf der Seite der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) zu Schutzmaßnahmen im Kundendienst. 



Aus dem Handwerk für das Handwerk

Wir haben die Internetseite: www.hwk-schwaben.de/kreativ geschaffen, auf der Sie Handwerksbetriebe finden, die handwerklich Schutzvorrichtungen und Mundschutz herstellen. Informieren Sie sich oder lassen Sie sich eintragen, wenn Sie ein Mitgliedsbetrieb der HWK Schwaben sind.



Homeoffice

Ab 24.11.21 gilt gemäß § 28 b Abs. 4 IfSG erneut eine Verpflichtung des Arbeitgebers, den Beschäftigten im Fall von Büroarbeit oder vergleichbaren Tätigkeiten anzubieten, diese Tätigkeiten in deren Wohnung auszuführen, wenn keine zwingenden betriebsbedingten Gründe entgegenstehen. Die Beschäftigten haben dieses Angebot anzunehmen, soweit ihrerseits keine Gründe entgegenstehen.

Betriebliche Gründe, die gegen Homeoffice sprechen, sind z. B. zu bejahen bei einer erheblichen Einschränkung betrieblicher Abläufe, betriebstechnischen Gegegenheiten, bei besonderen Anforderungen an den Schutz von Betriebsgeheimnissen oder an den Betriebsdatenschutz. Eine notwendige Veränderung der Arbeitsorganisation kann in der Regel nur vorübergehend bis zur Beseitigung des Verhinderungsgrundes angeführt werden. Der  Arbeitgeber muss auf Verlangen der zuständigen Behörde die betriebliche Gründe darlegen.

Gründe des Beschäftigten, die einer Ausführung der Tätigkeit im Homeoffice entgegenstehen, sind beispielsweise räumliche Enge, Störungen durch Dritte oder unzureichende technische Ausstattung. Hierfür reicht eine formlose Mitteilung des Beschäftigten auf Verlangen des Arbeitgebers aus.

Mehr Informationen zu diesem Thema und die entsprechenden FAQs des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales finden Sie unter Arbeitsgestaltung im Betrieb.



Was gilt für Baustellen allgemein, für das Baugewerbe- und Reinigungsbetriebe?

Gesundheitsschutz hat auch im Baubereich Priorität. Wo immer möglich muss der Abstand zu anderen Kollegen und Kunden eingehalten werden. Die Hygieneregeln sind in besonderem Maße zu beachten.

Fahrten zur Baustelle sollten durch Einzelfahrten, wie z.B. mit privatem PKW ersetzt werden. Bei gemeinsamen Fahrten sollte die Anzahl der Personen - unter Berücksichtigung des Mindestabstandes von 1,5 m - möglichst geringgehalten werden.

Infos des BAuA und der BG BAU für das Baugewerbe- und für Reinigungsgewerbe



Welche gewerkspezifischen Regelungen gibt es für Bäcker und Metzger?

Informationen für Bäcker und Metzger: Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe



Welche gewerkspezifischen Regelungen gibt es für Elektrohandwerke, für den Medizintechnik-Bereich, für die Feinmechaniker?

Informationen für Elektrohandwerke, Medizintechnik-Bereich, Feinmechanik: BG ETEM



Welche gewerkspezifischen Regelungen gibt es für Holz- und Metallbetriebe?

Informationen für Holz- und Metallbetriebe: BGHM



Welche gewerkspezifischen Regelungen gibt es für Friseure?

Informationen für diese Gewerke finden Sie auf unter Betriebsschließungen/Betriebsöffnungen.

Informationen für Friseure: BGW



Welche gewerkspezifischen Regelungen gibt es für Fotografen?

Informationen für Fotografen: BG ETEM



Welche gewerkspezifischen Regelungen gibt es für Kosmetiker?

Informationen für Kosmetiker: BGW

 

Welche gewerkspezifischen Regelungen gibt es für Kosmetiker?

Informationen für Fußpflege und Nagelstudios: BGW