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Flüchtlinge besser in den Arbeitsmarkt integrieren

HWK-Spitze fordert bessere Rahmenbedingungen



Stephanie Schuhknecht, schwäbische Abgeordnete der Grünen im Bayerischen Landtag, tauschte sich mit HWK-Präsident Hans-Peter Rauch und HWK-Hauptgeschäftsführer Ulrich Wagner über die Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen aus.

Rauch und Wagner machten den Beitrag des Handwerks in Schwaben deutlich. Seit dem Jahr 2015 seien mehr als 1.000 Ausbildungsverträge mit Flüchtlingen abgeschlossen worden. Rund 40 Flüchtlinge hätten ihre Ausbildung mit dem Gesellenbrief mittlerweile erfolgreich beendet.

Das alles könne aber noch besser laufen, wenn die politischen Rahmenbedingungen passten. Rauch und Wagner kritisierten

  • nicht ausreichend passgenaue Förderprogramme,
  • zu wenige berufsspezifische, berufsbegleitende Sprachkurse und zu hohe Zugangshürden,
  • die zu stark beschränkte Mobilität wegen der Wohnsitzauflage,
  • intransparente Schreiben der Ausländerbehörden und
  • zu wenige Ausbildungsduldungen für abgelehnte Asylbewerber in Beschäftigung.

Schuhknecht lobt das Engagement des Handwerks



Stephanie Schuhknecht hob die wichtige Rolle des Handwerks bei der Integration von Flüchtlingen hervor und kritisierte den bisherigen Rechtsrahmen: „Wir brauchen endlich humane und verlässliche Regelungen für den Arbeitsmarktzugang für Geflüchtete. Handwerksbetriebe übernehmen eine wichtige Rolle bei der Integration, aber die unklaren und undurchsichtigen Regelungen machen es ihnen unnötig schwer, Geflüchtete zu beschäftigen und auszubilden. Dieses Versagen der Regierung ist nicht nur auf menschlicher Ebene ein Desaster, sondern auch in Hinblick auf die Wirtschaft.“

Stephanie_Schuhknecht
Schuhknecht



Bundestag berät Gesetzentwürfe



Den Forderungen des Handwerks kommen zwei Gesetzentwürfe der Bundesregierung entgegen, die nun im Bundestag beraten werden. Es handelt sich dabei um das Ausländerbeschäftigungsförderungsgesetz und das Dritte Gesetz zur Änderung des Asylbewerberleistungsgesetzes. Beide Gesetze zielen darauf ab, Ausbildung und Beschäftigung von Flüchtlingen zu erleichtern sowie Betrieben Rechts- und Planungssicherheit zu geben.

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