PressemitteilungHandwerk 4.0 - digital - regional - nachhaltig

Die Handwerkskammer begleitet ihre Unternehmen bei dieser wirtschaftlichen Revolution



(treu) Digitalisierung ist das Zauberwort, wenn es um individualisierte Dienstleistungserbringung und Produktion geht. „Für das Handwerk ist dies eine enorme Herausforderung, doch gleichzeitig auch eine enorme Chance,“ sagte Hans-Peter Rauch, der Präsident der Handwerkskammer für Schwaben (HWK) bei der Jahrespressekonferenz in Augsburg. Im Rahmen einer online-Umfrage hatte die Kammer schwäbische Handwerksunternehmen befragt, welche Bedeutung sie der Digitalisierung im Handwerk beimessen. „Der gesamte Themenkomplex ist im Handwerk angekommen. 87% der Handwerker sehen eine hohe Notwendigkeit sich diesen Herausforderungen zu stellen,“ berichtete Rauch und umriss die Aufgaben der HWK ihre Unternehmen bei diesem Wandel zu unterstützen. So bietet die Handwerkskammer mit einem geschulten Beraterteam aus Ingenieuren, Betriebswirtschaftlern und Juristen ihren Unternehmen einen Rundum-Support an. Ebenso arbeitet die Kammer in diesem Bereich eng mit Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen zusammen und wird in Kürze zusammen mit dem Bayerischen Wirtschaftsministerium ein Pilotprojekt starten. Wie Digitalisierung heute im Handwerk bereits funktioniert, stellte der Kaufbeurer Andreas Geisler vor. Der Informations- und Elektrotechnikmeister ist Jungunternehmer und sorgt mit seiner eService GmbH für intelligente Einsparmöglichkeiten im Gebäudebereich.

Datenvielfalt, Datenverarbeitung und Vernetzung sind heute der Schlüssel zu der neuen Wirtschaftswelt 4.0. Die Kommunikation zwischen Maschinen und Anlagen untereinander (M2M) zählt genauso dazu wie die Vernetzung aller Dinge (IoT) und Big Data, die Massendatenverarbeitung. In diesem Spannungsfeld bewegt sich auch das Handwerk und erfährt in wichtigen Bereichen fundamentale Umwälzungen.

Eine online-Umfrage der HWK Schwaben, die im Dezember 2015 durchgeführt wurde, brachte folgendes Ergebnis: 87% der befragten Unternehmen halten es für notwendig, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Dabei denken die Firmen (72%) zuerst am Datenverfügbarkeit und Datenverarbeitung. 32% haben die Optimierung der Wertschöpfungsprozesse im Sinn, die Mensch-Roboter-Interaktion ist momentan nur für 19% der Betriebe ein Thema. Über die Hälfte der befragten Firmen kamen aus dem Bauhaupt- und Ausbaugewerbe. Die Chancen der Digitalisierung liegen – so zeigen es die Ergebnisse – für die Betriebe in der Verbesserung des eigenen Daten-, Waren- und Kundenmanagements (79%), der Erschließung neuer Absatzmärkte (64%) und der Steigerung der eigenen Innovationskraft (52%).

Beratungsangebot der HWK Schwaben

Die Umfrage diente der HWK Schwaben auch dazu, ihr Leistungsangebot für Betriebe, die sich mit der Umsetzung der Digitalisierung beschäftigen, noch weiter auszubauen und zu optimieren. Mit einem speziellen Beraterteam aus Ingenieuren, Betriebswirtschaftlern werden die spezifischen Fragen in den Unternehmen geklärt und Lösungen erarbeitet. „Es ist unsere Aufgabe, die Firmen bei diesen Entwicklungen zu unterstützen,“ so Ulrich Wagner, Hauptgeschäftsführer der HWK Schwaben. „Die Unternehmen dürfen den Anschluss nicht verpassen, sondern müssen aktiv am Markt agieren können. So ist zum Beispiel die Einbindung von Kommunikation und Logistik in das digitale Konzept der Hersteller ein wichtiger Punkt. Dazu braucht es technisches Know-How, passende Ausstattung und auch Mitarbeiter, die diese Techniken beherrschen.“ Die HWK ist hier in mehreren Richtungen aktiv. Auf der einen Seite leistet sie ihren Beitrag bei den Unternehmen, ist aber auf der anderen Seite auch in Kontakt mit Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen wie dem Fraunhofer-Institut, um technisch-relevante Bereiche für das Handwerk aufzubereiten. Ab Frühjahr 2016 wird die Kammer auch in einem Projekt, das vom bayerischen Wirtschaftsministerium unterstützt wird, in der Praxis aufzeigen, wie die Dienstleistungen  im Handwerk digitalisiert werden können. „Der Themenkomplex Digitalisierung ist im Handwerk angekommen und die Handwerkskammer (HWK) setzt alles dran, die schwäbischen Handwerksbetriebe bei dieser umfassenden Entwicklung zu begleiten,“ versichert Wagner.

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Treutler Monika

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