Holger Grießhammer und Dr. Simone Strohmayr in der HWK
Der Fraktionsvorsitzende der SPD Holger Grießhammer und die parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Landtagsfraktion Dr. Simone Strohmayr waren im April in der Handwerkskammer für Schwaben zu Gast. Im Austausch mit Hauptgeschäftsführer Ulrich Wagner standen insbesondere die berufliche Bildung sowie die aktuelle wirtschaftliche Lage des Handwerks im Mittelpunkt.
Bereits beim Rundgang durch das Berufsbildungs- und Technologiezentrum (BTZ) in Augsburg wurde deutlich: Die berufliche Bildung ist ein zentraler Pfeiler für die Zukunft des Handwerks. Ulrich Wagner betonte, dass insbesondere Haupt- und Berufsschulen im Freistaat stärker unterstützt werden müssen. Dr. Simone Strohmayr, bildungspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, unterstrich diese Forderung und verwies auf die Notwendigkeit höherer Investitionen, moderner Ausstattung und einer ausreichenden Lehrkräfteversorgung. Ziel ist, junge Menschen frühzeitig auf die vielfältigen Karrierechancen im Handwerk aufmerksam zu machen und die Fachkräfte von morgen bestens auszubilden.
Konjunktur bleibt angespannt – Betriebe unter Druck
Vor dem Hintergrund der aktuellen Konjunkturumfrage, die die anhaltenden wirtschaftlichen Herausforderungen im Handwerk unterstreicht, gewann der Austausch zusätzliche Bedeutung. Die Ergebnisse zeigen weiterhin keine nachhaltige Verbesserung der wirtschaftlichen Lage im Handwerk. Die Erwartungen an eine spürbare Belebung der Wirtschaft nehmen ab, während die Belastungen zunehmen.
Zu den größten Herausforderungen zählen nach wie vor Bürokratie, Fachkräftemangel und steigende Energiepreise. Viele Betriebe reagieren bereits mit Zurückhaltung bei Investitionen und Neueinstellungen. Umso wichtiger sind aus Sicht des Handwerks verlässliche wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen, die Planungssicherheit schaffen, Betriebe entlasten und neue unternehmerische Impulse ermöglichen.
Für weitere Informationen:
www.hwk-schwaben.de/konjunkturumfrage
Gründungen stärken – Unternehmensnachfolge sichern
Angesichts dieser Rahmenbedingungen gewinnt ein funktionierendes Gründungsgeschehen zunehmend an Bedeutung. Wer einen Betrieb gründen oder übernehmen möchte, benötigt verlässliche und praxisnahe Rahmenbedingungen: schlanke Verwaltungsprozesse, schnelle Genehmigungsverfahren und Vertrauen in unternehmerische Eigenverantwortung.
Auch in Schwaben stehen zahlreiche Handwerksbetriebe in den kommenden Jahren zur Übergabe an. Die HWK Schwaben fordert daher gezielte politische Impulse, um mehr junge Menschen für den Schritt in die Selbstständigkeit zu gewinnen und Betriebe sowie Arbeits- und Ausbildungsplätze durch Übernahmen zu erhalten.
Holger Grießhammer betonte in diesem Zusammenhang, dass er sich für eine stabile und verlässliche Finanzierung von Gründungen und Übernahmen im Handwerk einsetzen will. Als Maler- und Lackierermeister führt er selbst einen eigenen Meisterbetrieb in Weißenstadt und kennt die Herausforderungen aus der Praxis.
Stand: 24.04.2026