Botschafterin 2021
Das Handwerk

Sabrina Oberlander - Botschafterin des Augenoptiker-Handwerks

In der neuen Social-Media-Filmreihe der Imagekampagne des Deutschen Handwerks gibt Sabrina Oberlander aus Offingen interessante Einblicke in das Augenoptiker-Handwerk. Die 35-jährige Meisterin vertritt ihren Beruf mit viel Begeisterung und Leidenschaft. Wir haben mit ihr gesprochen.



Wie fühlt es sich an Botschafterin des Handwerks zu sein?

Verrückt! (lacht) Ich freue mich sehr, bin ziemlich dankbar und selbstverständlich auch stolz, als Repräsentantin des Handwerks ausgewählt worden zu sein.



Was ist Ihnen besonders wichtig als Repräsentantin des Handwerks?

Ich sehe es als Chance, zeigen zu dürfen, wie attraktiv das Handwerk ist und wie viele Möglichkeiten es gibt – mehr als nur verstaubtes, jahrelanges vor sich hin feilen, schleifen, bohren, sägen, löten … Nach meiner Ausbildung habe ich die Meisterschule besucht, anschließend den Betriebswirt HWK absolviert und zuletzt - vor der Selbstständigkeit und neben meinem Job - BWL- und Wirtschaftspsychologie studiert.

Im Handwerk kann jeder seinen Platz finden, ganz gleich welche Voraussetzungen und Vorlieben er mitbringt. Handwerk hat für mich etwas mit Leidenschaft zu tun, mit Individualität, Nachhaltigkeit und Wertigkeit. Wer seine Arbeit vernünftig macht und bereit ist, Stück für Stück dazuzulernen, der kann alles erreichen, was er gerne möchte.



Was macht für Sie die Faszination ihres Berufs aus?

Gutes Sehen ist absolut existenziell. Mit meinem Beruf kann ich das Leben eines jeden Kunden etwas schöner machen. Die perfekte Brille oder Kontaktlinse macht es für manche Menschen erst möglich, richtig am Leben und an der Gesellschaft teilhaben zu können.

Hätten Sie sich als Mädchen vorstellen können, heute ein eigenes Geschäft zu führen?

Niemals. (lacht) Ursprünglich habe ich die Ausbildung zur Augenoptikerin nicht aus Überzeugung ausgewählt, sondern weil ich zum damaligen Zeitpunkt alle anderen Berufe für mich kategorisch ausschließen konnte. Leidenschaft kam erst mit der Meisterschule dazu, als ich die ersten Male komplett eigenständig und uneingeschränkt beraten und meine Kunden mit der idealen Sehhilfe versorgen konnte. Mein Beruf und ich, wir mussten uns erst kennenlernen. (lacht) Heute ist es so, dass ich wirklich liebe, was ich tue. Auf meine Mitarbeiterinnen kann ich mich hundertprozentig verlassen, wir sind ein super Team.

Seit ich selbstständig bin, habe ich nicht mehr das Gefühl, „arbeiten gehen zu müssen“. Mein Geschäft, mein Umfeld habe ich mir so gestaltet, dass ich mich darin wohlfühle. Das besondere Zeitmanagement meiner Selbstständigkeit ermöglich mir zudem, nachmittags mit meinen beiden Kindern Hausaufgaben zu machen, danach Playmobil zu spielen und spät abends die Buchhaltung zu machen. Gerade während des eingeschränkten Schulbetriebs in letzter Zeit hat das mein Leben als Mama sehr erleichtert.

Welche Momente geben Ihnen in Ihrem Job am meisten zurück?

Zum einen, wenn die Kunden mir sagen, wie glücklich sie mit der Beratung und der neuen Brille sind, wie wohl sie sich bei uns fühlen. Die zwischenmenschlichen Beziehungen und guten Gespräche, die entstehen. Es ist immer wieder schön, wieviel Vertrauen einem entgegengebracht wird. Das alles macht einen stolz, zufrieden, gibt Sinn, befriedigt, tut der Seele und dem Ego gut.



Sie haben sich ja zu Beginn der Corona-Krise selbstständig gemacht. War Ihnen da manchmal bange? Wie sind Sie zurechtgekommen?

Selbstverständlich habe ich mir so meine Gedanken gemacht, aber gleichzeitig auch versucht, das Beste daraus zu machen.

Mein großes Glück war, dass mein kleines Geschäft auf dem Land von Anfang an – Eröffnung war im Januar 2020 – überraschend herzlich und willkommen angenommen worden ist und wir als systemrelevanter Betrieb zwar etwas eingeschränkt, aber ununterbrochen geöffnet haben konnten.



Was raten Sie jungen Menschen für ihren beruflichen Werdegang?

Denjenigen, die eine klare Vorstellung von ihrer Zukunft haben, rate ich ihren Weg zielstrebig zu verfolgen, auch wenn es manchmal schwierig ist, wenn Hindernisse auf sie zukommen oder sie kurz davorstehen, alles hinzuwerfen. Auch ich erinnere mich an Tage meiner Ausbildung, an denen ich keine Lust mehr hatte das achte Brillenglas in die gleiche Fassung per Hand einzuschleifen.

Denen, die überhaupt keinen Plan haben, würde ich empfehlen, das auszuprobieren, mit dem sie sich am ehesten identifizieren können, beispielsweise mit einem Praktikum. Oder eben eine Richtung einzuschlagen, die ihnen anschließend weitere Optionen gibt.

Wichtig ist für junge Leute, die noch auf der Suche sind, dass sie einen aufgeschlossenen Menschen an ihrer Seite haben, der Vertrauen in einen hat, über genügend Empathie, Erfahrung und Pragmatismus verfügt, um einen gut beraten zu können – gerne auch eine außenstehende Person.







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Augenoptikerin_Sabrina_Oberlander
HWK Schwaben



Bericht in der Augsburger Allgemeine

In der Verlagsbeilage der Augsburger Allgemeine "Typisch bayerisch – typisch schwäbisch" erzählt Sabrina Oberlander noch mehr von ihrem spannenden Beruf als Augenoptikerin. Neugierig? Dann blättert mal auf Seite 12. 

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Dipl.-Kauffrau Susanne Sylvester

stv. Geschäftsbereichsleitung Unternehmensentwicklung und Kommunikation

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