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Schnell- und Selbsttests: Fragen und Antworten für Betriebe

Allgemeine Informationen zu Corona-Tests

Abrufkontingent von Corona-Schnelltests und Corona-Selbsttests für das regionale Handwerk

Vor dem Hintergrund temporär geringer Verfügbarkeiten der notwendigen Test-Kits, gekoppelt mit den strengen Vorgaben und vielen Anfragen von Mitgliedsbetrieben, hat die Handwerkskammer für Schwaben verschiedene Marktabfragen durchgeführt, um Unternehmen zu finden, die dem regionalen Handwerk über Abrufkontingente zügig Testkapazitäten zu vergünstigten Konditionen zur Verfügung stellen können.

Derzeit haben vier Händler Testkontingente für unsere Mitgliedsbetriebe reserviert. Das bedeutet, dass die Tests sofort verfügbar sind und in wenigen Tagen zu den Betrieben geliefert werden können. Die Mitgliedsbetriebe können ihre Bedarfe eigens aus diesen Kontingenten bestellen. Für eine Inanspruchnahme der jeweiligen Angebote setzen Sie sich bitte mit dem jeweiligen Anbieter unter Bezug „HWK Schwaben“ eigens in Kontakt. Die Kontaktaufnahme ist sowohl per E-Mail als auch telefonisch möglich.

Hinweis: Das Angebot richtet sich an Mitgliedsbetriebe der Handwerkskammer für Schwaben. Da der Markt für entsprechende Antigenteste sehr dynamisch ist, lohnt sich ein Preisvergleich bei anderen Anbietern. Hierbei sollten weitere Parameter, wie die Testanwendung, Hersteller, Preis, Lieferzeit oder max. Bestellmenge, beachtet werden. Die Handwerkskammer für Schwaben erhält keinerlei Provisionen oder sonstige Vergütungen und tritt selbst nicht als Verkäufer oder Käufer auf. Mit diesem Angebot ist keinerlei Produkt- oder Händlerempfehlung verbunden. Weitere Details zu den Angeboten und zur Bestellabwicklung erhalten Sie sodann direkt bei dem Anbieter. Ein Vertrag über den Kauf kommt ausschließlich zwischen dem Besteller und dem jeweiligen Anbieter zustande.

Einen kompletten Überblick der vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zulässigen Teste erhalten Sie hier 

Ansprechpartner der vier Händler für Testkontingente:

MEDITEC GmbH (Hr. Ben Krahe): Tel.: 02405 8989070; Mail: kontingent-handwerk@meditec-ac.de

Seyko Handelskontor (Hr. Michael Flath): Tel.: 0371 3010-44; Mail: handelskontor@talida-cosmetics.com

ASCANUS Pharma GmbH (Hr. Stefan Koch): Tel. 0511 87459927; Mail: s.koch@ascanus.com   

Firma Jörg Kurzeja (Hr. Jörg Kurzeja): Tel.: 0341 33737055; Mail: mail@joergkurzeja.de

 

Welche Folgen hat die Testpflicht für Handwerksbetriebe?

Mit Einführung der neuen Sars-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung wird nun auch die angestrebte breitflächige Corona-Testung in den Betrieben vorangetrieben.

Die Verordnung gilt ab Dienstag, 20.04.2021

Es handelt sich um eine Testangebotspflicht, nicht um eine Testpflicht. D.h., Betriebe werden dazu verpflichtet, Tests anzubieten, die Beschäftigten müssen dieses Angebot jedoch nicht wahrnehmen. Eine Weigerung, Tests nicht durchzuführen ist somit rechtens und hat zunächst keine arbeitsrechtlichen Konsequenzen zur Folge.

Die Bundesregierung rechnet mit Kosten für die Unternehmen von 130 € pro Mitarbeitenden für den Geltungszeitraum der Verordnung bis Ende Juni. Für die Kosten müssen die Betriebe und Unternehmen selber aufkommen. Die Kosten sind jedoch steuerlich absetzbar und werden laut Bundeswirtschaftsminister Altmaier von den staatlichen Überbrückungshilfen mitberücksichtigt.

Für die Betriebe gilt es zu beachten, dass nachzuweisen ist, die Tests beschafft zu haben bzw. entsprechende Vereinbarungen mit den Dienstleistern getroffen zu haben. Etwaige Nachweise müssen voraussichtlich bis zu 4 Wochen aufbewahrt werden.



Was gilt:

Seit dem 08. März 2021 finanziert der Bund für alle Bürger mindestens einmal pro Woche einen Schnelltest in den lokalen Testzentren vor Ort. Wer positiv getestet wird, sollte sein Ergebnis direkt mit einem PCR-Test überprüfen lassen. Und wer negativ getestet wird, muss trotzdem weiter die AHA-L-Formel beachten.

Handwerksbetriebe tragen als Arbeitgeber eine hohe Verantwortung für ihre Arbeitnehmer und auch für ihre Kunden.

Angesichts dessen ist die neue Teststrategie von Bund und Ländern neben der Impfstrategie und den Hygieneregeln ein zentrales Element der aktuellen Corona-Politik in Deutschland. Vermehrte Test sind eine wirksame Brücke, bis allen Bürgerinnen und Bürgern ein Impfangebot gemacht werden kann. 

Dies kann sich auf Selbsttests oder auch – sofern dies möglich ist – auf Schnelltests beziehen:

  • Bei Schnelltests handelt es sich um sogenannte Antigen-Tests (Nachweis von Eiweißketten), die vor Ort („Point of Care“, PoC) erfolgen können. Schnellgetestet werden darf nur durch fachlich geschultes Personal. Zudem sind gesonderte Räumlichkeiten und umfassende Infektionsschutzvorkehrungen für die Tester erforderlich. Diese Tests müssen allerdings nicht im Betrieb selbst durchgeführt werden. Stattdessen kann z. B. auch ein kommunales oder ein gewerbliches Testzentrum beauftragt werden. Sofern ein Betrieb selbst vor Ort Schnelltests anbieten möchte, kann er auf die in dieser Liste benannten medizinrechtlich zugelassenen Schnelltests zurückgreifen.

  • Selbsttests sind gleichfalls Antigen-Tests, die jedoch individuell selbst durchgeführt werden können. Anders als bei Schnelltests müssen hierbei keine Proben aus dem tiefen Nasen- oder Rachenraum, sondern können auch solche aus dem vorderen Rachen- oder Nasenraum genommen werden. Auch Spuck-, Lolly- und Gurgellösungen werden aktuell vorbereitet oder sind bereits teilweise zugelassen (hierzu diese Liste)

Die FAQs hierzu sind einzusehen in der FAQ-Liste insbesondere zu infektionsschutz-,arbeits- und sozialrechtlichen Aspekten solcher Tests für Beschäftigte. 

  





Test für Mitarbeiter



Ab wann besteht die Angebotspflicht?

Die Testangebotspflicht greift ab dem 20. April und wurde am 23. April nochmals verschärft. Sie ist in der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung umgesetzt. 
Wie lange die Test-Angebotspflicht gilt, ist derzeit noch unklar. Die neue SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung soll bis spätestens 30.  Juni 2021 gelten. Die Verordnung kann jedoch schon vorher geändert oder verlängert werden, so wie es am 23. April erfolgt ist. 



Was bedeutet die Angebotspflicht?

Die Verordnung verpflichtet Arbeitgeber ihren Beschäftigten mindestens zwei Tests pro Woche anzubieten. Der Arbeitgeber ist jedoch nicht dafür verantwortlich, dass seine Beschäftigten die Tests auch durchführen. Auch muss er seine Beschäftigten nicht selbst testen (lassen).



Muss sich ein Mitarbeiter testen lassen?

Eine grundsätzliche Verpflichtung eines Mitarbeiters gibt es nicht, da diese ein unzulässiger Eingriff in die körperliche Unversehrtheit und in das Persönlichkeitsrecht ist. Ohne konkreten Anlass wie Symptome könnten Betriebe daher ihre Mitarbeiter nicht ohne Weiteres dazu verpflichten, sich testen zu lassen. Eine Ausnahme gilt bei körpernahen Dienstleistungen, wenn Schutzmaßnahmen wie Abstandhalten nicht eingehalten werden können. Dann könnten Arbeitgeber von ihren Beschäftigten verlangen, dass sie sich testen lassen. Liegen Symptome einer Corona-Infektion vor oder sind die Arbeitnehmer etwa aus einem Risikogebiet zurückgekehrt (Urlaub), kann ein Test verlangt werden. Wer in diesem Fall einen Test verweigert, kann den Betriebsräumen verwiesen werden und hat dann grundsätzlich auch keinen Anspruch auf Entgeltzahlung für diesen Tag.

Wie lange wird die Pflicht bestehen?

Die Pflicht endet vorerst am 30.06.2021.



Für welche Arbeitnehmer besteht die Pflicht?

Der Arbeitgeber muss allen Beschäftigten, die nicht vollständig im Homeoffice tätig sind, Tests anbieten. Unter Beschäftigte fallen auch Auszubildende.



Wieviele Testungen muss ich anbieten?

Es müssen jedem Beschäftigten mindestens zwei Tests pro Woche angeboten werden.



Wie wird die Angebotspflicht erfüllt?

Der Arbeitgeber kann seiner Pflicht dadurch nachkommen, dass er seinen betroffenen Beschäftigten einen Selbsttest anbietet. Er kann aber auch einen Vertrag mit einem Testanbieter schließen, bei dem sich die Mitarbeiter dann auf Kosten des Arbeitgebers testen lassen können. Es genügt nicht, wenn der Arbeitgeber seine Beschäftigten auf den kostenlosen Bürgertest verweist.



Wo sind Tests zu beziehen?

Aktuell scheint der Bezug größerer Mengen an Testkits schwierig zu sein. Es ist daher ratsam, bei verschiedenen Apotheken, Drogeriemärkten bzw. bei Anbietern im Internet anzufragen. 



Nachweispflicht?

Der Arbeitgeber muss die Nachweise, über die Beschaffung der Tests (Rechnungen) vier Wochen lang aufbewahren.



Ist die Durchführung der Tests Arbeitszeit?

Der zeitliche Aufwand des Beschäftigten für die Durchführung der Tests gilt grundsätzlich nicht als Arbeitszeit, sofern dies nicht arbeitgeberseits, beispielsweise bei offensichtlichen Symptomen, angeordnet wurde. Etwas anderes kann gelten, wenn dies bspw. durch eine betriebliche Vereinbarung zwischen Betriebsrat und Arbeitgeber vereinbart wurde.

 

Wer trägt die Kosten eines Selbsttests?

Die Kosten eines Selbsttests für Mitarbeiter trägt der Arbeitgeber.



Was passiert bei einer positiven Testung?

Positive Testergebnisse müssen dem zuständigen Gesundheitsamt gemeldet und durch einen PCR-Test verifiziert werden. Die getesteten Personen müssen sich bis zum Vorliegen des Testergebnisses in Quarantäne begeben.

 



Test für Kunden


Was gilt für bereits geimpfte Personen?

Kunden, die seit 15 Tagen vollständig geimpft sind, müssen keinen negativen Test vorlegen. Das gilt nach unserem Verständnis der Verordnung auch für Kunden, die sich in Altenheimen aufhalten. Für den Friseur bzw. Fußpfleger selbst, der das Altenheim besucht, bleibt die Testverpflichtung bestehen, auch wenn er geimpft ist.



Welche Maßnahmen gelten allgemein?
  • Einzelne Kunden müssen vorher unter Angabe ihrer Kontaktdaten einen Termin für einen fest begrenzten Zeitraum buchen („Click & Meet“)
  • Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln
  • Vorlage eines negativen Testergebnisses in Bezug auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2: PCR-Test max. 24 Stunden alt oder POC-Antigentest max. 24 Stunden alt oder Selbsttest unter Aufsicht. 
  • Die Tests müssen in Deutschland zugelassen sein.


Für das Testverfahren mit Schnelltests gilt Folgendes:

Die Schnelltests müssen von medizinischen Fachkräften oder geschultem Personal vorgenommen werden. Ladengeschäfte können selbst (oder in Kooperation mit einem privaten Dienstleister) Schnelltests zum Beispiel vor dem Geschäft oder in geeigneten Räumen anbieten. Dafür müssen sie vom Öffentlichen Gesundheitsdienst (Örtliches Gesundheitsamt) beauftragt sein, die sogenannten Bürgertests durchzuführen. Die Tests stehen dann aber allen Bürgerinnen und Bürgern offen, unabhängig davon, ob sie das jeweilige Geschäft besuchen wollen oder nicht. Eine Abrechnung erfolgt mit der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns.

Um Bürgertestungen durchführen zu können, wird die Gewährleistung einer ordnungsgemäßen Durchführung der Testungen vorausgesetzt. Dies wird regelmäßig durch den Nachweis einer ärztlichen Schulung sichergestellt. Zudem müssen die selbständig erworbenen Antigen-Schnelltests auch in Deutschland zugelassen sein.

Schlangen und Menschenansammlungen vor Geschäften werden durch die Betreiber vermieden, indem sie feste Zeiträume für ihre Kunden anbieten. Über das Ergebnis wird durch die Teststellen ein Nachweis ausgestellt, der dann bei Betreten des Ladengeschäfts vorzulegen ist, aber auch für andere Ladengeschäfte für höchstens 24 Stunden gilt. Getestet werden können mit POC-Antigentests grundsätzlich alle Personen, unabhängig vom Alter. Bei Kleinkindern ist darauf zu achten, dass nur Rachenabstriche Abstriche vorgenommen werden und die Abstriche ausschließlich von ausreichend geschultem Personal vorgenommen werden. Die Einverständniserklärung der Eltern für die Durchführung bei Kleinkindern muss schriftlich eingeholt werden. Die Bedienungshinweise der Hersteller sind unbedingt zu beachten. 



Für das Testverfahren mit Selbsttests gilt Folgendes:

Unter „Aufsicht“ des Betreibers (Vier-Augen-Prinzip) kann auch ein Selbsttest mit dafür in Deutschland zugelassenen Antigenschnelltest zur Laienanwendung durchgeführt werden. Dieser wird nicht von der KVB finanziert. Ob die Selbsttests von den Läden bereitgestellt werden oder von den Kunden mitgebracht werden müssen, legen die Läden im Rahmen der Kommunikation mit ihren Kunden fest. Dabei sind die notwendigen AHA Regeln unbedingt einzuhalten. Alternativ können auch selbst organisierte und selbst finanzierte Selbstteststationen des Betreibers mit geschultem Personal eingesetzt werden. Dabei muss in jedem Fall eine Zuordnung des Ergebnisses gewährleistet sein (z.B. durch feste Wartebuchten). Nach durchschnittlich 15 Minuten ist das Ergebnis abzulesen. Ist es negativ, ist die Person berechtigt, dieses Ladengeschäft zu betreten. Auch hier sind nur zugelassene Selbsttests zu verwenden.
Es wird an einer Lösung gearbeitet, Selbsttests mit digitalem Testnachweis zu kombinieren, um auch das Betreten anderer Ladengeschäfte zu ermöglichen. Derzeit ist der Markt der Selbsttests noch im Aufbau und die digitale Nachweislösung noch in Vorbereitung. Bislang berechtigt der Selbsttest unter Aufsicht daher nur das Betreten des jeweiligen Ladens, vor dem der Selbsttest durchgeführt wurde.



Wo kann der Kunde sich sonst testen lassen?

Eine Übersicht über die zahlreichen kostenlosen Testmöglichkeiten im Rahmen der Bayerischen Teststrategie gibt es hier:

Informationen zur Bayerischen Teststrategie

Dort finden Sie eine Übersicht der lokalen Testzentren (PCR-Tests und Antigen-Schnelltests) und können nach am Testprogramm teilnehmenden Apotheken und Ärzten suchen. An diesen Teststellen bekommen die negativ getesteten Personen einen Nachweis mit Datumsangabe, der dann zum Eintritt zum gebuchten Zeitraum den Betreiber vorzulegen ist. Der PCR-Test darf höchstens 48 Stunden, der POC-Antigentest darf höchstens 24 Stunden vor Betreten des Ladens vorgenommen worden sein.



Umgang mit positiven Ergebnissen

Ist das Ergebnis positiv, passiert folgendes:

  • Der Zutritt zum Ladengeschäft wird verweigert.
  • Die betroffene Person muss sich absondern, also sofort nach Hause begeben.
  • Die betroffene Person muss sich beim Gesundheitsamt melden, das über das weitere Vorgehen informiert. Ein positives Schnelltest-Ergebnis muss immer durch einen PCR-Test überprüft werden (siehe dazu die oben erwähnten Testmöglichkeiten).


Wichtig: Ein Test ist immer nur eine Momentaufnahme. Er befreit nicht von den allgemein gültigen Abstands- und Hygienemaßnahmen.





Corona Hotline

Corona Service der HWK Schwaben

Unsere Unternehmensberater unterstützen Sie während der Corona-Pandemie auch weiterhin in wirtschaftlichen und rechtlichen Fragen zu allen aktuellen Themen wie Soforthilfe, Kurzarbeit, Arbeitsrecht, Kredite und Bürgschaften, Stundungen, etc.

Während unserer Servicezeiten: 

Montag - Donnerstag von 08:00 - 17:00 Uhr und Freitag von 08:00 - 13:30 Uhr sind unsere Mitarbeiter telefonisch und per Mail für Sie erreichbar.



Beratungshotline:

Corona Hotline 0821 3259-1200

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