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Corona Krise: Informationen für Betriebe

Die nachstehenden Informationen haben wir nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt und halten diese stets für Sie aktuell.

Für darüber hinaus gehende Fragen stehen Ihnen unsere Berater von Montag bis Donnerstag von 08:00 Uhr bis 17:00 Uhr und Freitag von 08:00 Uhr bis 13:30 Uhr gerne zur Verfügung. 



Allgemeine Informationen:

Aktuelle Infektionsschutzmaßnahmenverordnung:

Zwölfte Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (Stand: 28.04.2021) /  Zwölfte Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung Änderung (gültig bis 06.06.2021)

Aktuelle FAQs des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege:

FAQ Corona-Krise und Wirtschaft (Positivliste Stand: 07.05.2021) / FAQ Corona-Krise und Wirtschaft (Stand: 12.05.2021)

Pressemitteilung zur Regelung für Click & Meet mit Testergebnis (Stand: 23.04.2021)



Aktuelles Merkblatt "Finanzielle Hilfen für Betriebe, die von der Corona-Krise betroffen sind" (Stand: 12.05.2021)

Aktuelles Merkblatt für die Umsetzung eines Schutz- und Hygienekonzeptes (Stand: 17.05.2021)



Die wichtigsten Informationen zur Luca-App haben wir für Sie zusammengestellt.



14.05.2021 Wann treten Regelungen einer neuen Inzidenzstufe in Kraft?

Viele Reglungen der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung sind vom Überschreiten bzw. Unterschreiten eines bestimmten Schwellenwertes der 7-Tage-Inzidenz abhängig. 

Die Regelungen ändern sich aber nicht sofort, wenn der jeweilige Schwellenwert überschritten bzw. unterschritten ist, sondern erst dann, wenn die Entwicklung einige Tage stabil geblieben ist. Das jeweilige Landratsamt / die kreisfreie Stadt veröffentlicht, ab wann die Regeln der neuen Inzidenzstufe angewandt werden dürfen bzw. müssen. 

Inzidenzstufenänderung nach oben

Die 7-Tage-Inzidenz muss drei Tage lang ununterbrochen über dem Schwellenwert liegen, dann müssen ab dem übernächsten Tag die Regelungen der höheren Inzidenzstufe angewandt werden.

Inzidenzstufenänderung nach unten

Die 7-Tage-Inzidenz muss fünf Tage lang ununterbrochen unter dem Schwellenwert liegen, dann dürfen ab dem übernächsten Tag die Regelungen der niedrigeren Inzidenzstufe angewandt werden.

Wo erfahre ich, welcher Wert für eine inzidenzabhängige Öffnung gilt?

Hier veröffentlicht das Robert-Koch-Institut die Entwicklung der 7-Tage-Inzidenz aller deutschen Landkreise: www.rki.de

Bestimmte Werte müssen öfter unter- oder überschritten werden damit gewissen Regelungen gelten. Die zuständige Kreisverwaltungsbehörde hat dies unverzüglich amtlich bekanntzumachen. Es gelten also immer die Auskünfte dieser Einrichtungen. Bitte erkundigen sie sich auf deren Homepages.



Fragen und Antworten:

Wie lange gelten die Einschränkungen für Betriebsöffnungen und Ausgangsbeschränkungen?

Die Einschränkungen für Betriebsöffnung und Ausgangsbeschränkungen gelten vorerst bis 06.06.2021, 24:00 Uhr.



Was bedeutet die nächtliche Ausgangssperre für Handwerksbetriebe?

Die nächtliche Ausgangssperre zwischen 22 und 5 Uhr für Landkreise und kreisfreie Städte, die eine 7-Tage-Inzidenz über 100 haben, gilt nicht für beruflich bedingte Fahrten



Was gilt für Landkreise mit einer erhöhten Sieben-Tage-Inzidenz?

Besteht in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt eine 7-Tage-Inzidenz, die den Durchschnitt in Bayern deutlich überschreitet, muss das Landratsamt örtliche Verschärfungen anordnen. Sollte Ihr Betrieb in einem solchen Landkreis liegen, erkundigen Sie sich bitte bei Ihrem Landratsamt, welche zusätzlichen Einschränkungen für Ihren Landkreis verhängt wurden.



Was gilt für Ladengeschäfte von Handwerksbetrieben?

Durch die Änderung der 12. BayIfSMV wurden nun die Ladengeschäfte von Handwerksbetrieben aus den inzidenzabhängigen Regelungen herausgenommen. Das bedeutet, dass Handwerksbetriebe ihre Ladengeschäfte nun öffnen dürfen, egal wie hoch die 7-Tage-Inzidenz im ihrem Landkreis bzw. ihrer kreisfreien Stadt liegt (inzidenzunabhängig). Davon profitieren beispielsweise Fotostudios, (Änderungs-) Schneidereien, Schuhmacher und Ausbauhandwerker mit ihren Ausstellungsräumen. Für den Bereich der körpernahen Dienstleistungen bestehen jedoch weiterhin besondere Regelungen.

 Diese Handwerksbetriebe müssen für ihre Ladengeschäfte folgende Hygienemaßnahmen treffen:

  • Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Kunden
  • 10 qm Verkaufsfläche pro Kunde. Wenn die Verkaufsfläche 800 qm überschreitet, 10 qm pro Kunde für die ersten 800 qm Verkaufsfläche und 20 qm pro Kunde für die Verkaufsfläche über 800 qm.
  • Ab einer 7-Tage-Inzidenz von 100 gilt 20 qm Verkaufsfläche pro Kunde, über 800 qm Verkaufsfläche 40 qm pro Kunde.
  • Kunden und ihre Begleitpersonen müssen FFP2-Masken tragen, Personal hingegen nur Community-Masken. Die Maskenpflicht für das Personal besteht im Kassen- und Thekenbereich nicht, wenn durch transparente oder sonst geeignete Schutzwände ein zuverlässiger Infektionsschutz gewährleistet ist.
  • Schriftliches Schutz- und Hygienekonzept.


Was gilt für Ladengeschäfte für Handelsangebote?

Bei der Frage nach der Öffnung von Ladengeschäften für Handelsangebote wird unterschieden zwischen den für die tägliche Versorgung unverzichtbaren Ladengeschäften, die öffnen dürfen, egal wie hoch die 7- Tage-Inzidenz ist (inzidenzunabhängig), und solchen Ladengeschäften, deren Öffnung von der jeweiligen 7-Tage-Inzidenz ihres Landkreises oder ihrer kreisfreien Stadt abhängig ist (inzidenzabhängig).

Auch Handwerksbetriebe werden den Ladengeschäften für Handelsangebote zugeordnet, wenn sie Produkte herstellen und dann in einem Ladengeschäft verkaufen, beispielsweise das Lebensmittelhandwerk.

Ladengeschäfte für Handelsangebote, die für die tägliche Versorgung unverzichtbar sind, dürfen unabhängig von der Höhe der 7-Tage-Inzidenz ihres Landkreises oder ihrer kreisfreien Stadt auch für Privatkunden öffnen (inzidenzunabhängig).

Die Verordnung zählt dazu folgende Betriebe: Lebensmittelhandel inklusive Direktvermarktung, Lieferdienste, Getränkemärkte, Reformhäuser, Babyfachmärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Augenoptiker, Hörakustiker, Tankstellen, der Verkauf von Presseartikeln, Buchhandlungen, Blumenfachgeschäfte, Gartenmärkte, Tierbedarf und Futtermitteln sowie der Großhandel.

 

Inzidenzunabhängige Betriebe müssen folgende Hygienemaßnahmen treffen:

  • Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Kunden
  • 10 qm Verkaufsfläche pro Kunde. Wenn die Verkaufsfläche 800 qm überschreitet, 10 qm pro Kunde für die ersten 800 qm Verkaufsfläche und 20 qm pro Kunde für die Verkaufsfläche über 800 qm.
  • Ab einer 7-Tage-Inzidenz von 100 gilt 20 qm Verkaufsfläche pro Kunde, über 800 qm Verkaufsfläche 40 qm pro Kunde.
  • Kunden und ihre Begleitpersonen müssen FFP2-Masken tragen, Personal hingegen nur Community-Masken. Die Maskenpflicht für das Personal besteht im Kassen- und Thekenbereich nicht, wenn durch transparente oder sonst geeignete Schutzwände ein zuverlässiger Infektionsschutz gewährleistet ist.
  • Schriftliches Schutz- und Hygienekonzept.


Was gilt für Mischbetriebe?

Handwerksbetriebe die sowohl handwerkliche Leistungen anbieten als auch Handelsware oder selbst hergestellte Waren verkaufen sind sog. Mischbetriebe. Beispiele: Ein Augenoptiker verkauft zusätzlich Schmuck, eine Schneiderin verkauft zusätzlich zugekaufte Kleidungsstücke, ein Fotograf verkauft zusätzlich Fotoapparate, ein Gold- und Silberschmied verkauft zusätzlich ohne Kundenauftrag hergestellten Schmuck

Das Gesundheitsministerium hat in seinen FAQs für Mischbetriebe des Handwerks folgende Regelungen getroffen:



7-Tage-Inzidenz unter 50
Sowohl der handwerkliche Betriebsteil als auch der Handelsbereich dürfen unbeschränkt öffnen.
Es sind folgende Hygienemaßnahmen zu treffen:
  • Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Kunden
  • 10 qm Verkaufsfläche pro Kunde. Wenn die Verkaufsfläche 800 qm überschreitet, 10 qm pro Kunde für die ersten 800 qm Verkaufsfläche und 20 qm pro Kunde für die Verkaufsfläche über 800 qm.
  • Kunden und ihre Begleitpersonen müssen FFP2-Masken tragen, Personal hingegen nur Community-Masken. Die Maskenpflicht für das Personal besteht im Kassen- und Thekenbereich nicht, wenn durch transparente oder sonst geeignete Schutzwände ein zuverlässiger Infektionsschutz gewährleistet ist.
  • Schriftliches Schutz- und Hygienekonzept.
7-Tage-Inzidenz zwischen 50 und 150

Es bestehen folgende drei Alternativen:

1.Alternative: Sowohl der handwerkliche Betriebsteil als auch der Handelsbereich werden nur für click & meet geöffnet.

Es gelten dann folgende Hygieneanforderungen:

  • Terminreservierung für Kunden zwingend notwendig
  • 40 qm Verkaufsfläche pro Kunde
  • Kunden und ihre Begleitpersonen müssen FFP2-Masken tragen, Personal hingegen nur Community-Masken. Die Maskenpflicht für das Personal besteht im Kassen- und Thekenbereich nicht, wenn durch transparente oder sonst geeignete Schutzwände ein zuverlässiger Infektionsschutz gewährleistet ist. Ab einer 7-Tage-Inzidenz von 100 müssen Kunden einen negativen PCR-Test, Schnelltest (alle max. 24 Stunden alt) oder Selbsttest vor Ort unter Aufsicht vorweisen (siehe hierzu die Pressemitteilung des StMGP). Die negativen Testergebnisse müssen nicht dokumentiert oder aufbewahrt werden. Für das Personal besteht hingegen keine Testpflicht. Kunden, die seit 14Tagen vollständig geimpft oder frühestens vor 28 Tagen und höchstens vor sechs Monaten von einer Infektion genesen sind, müssen keinen negativen Test vorlegen.
  • Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Kunden
  • Kontaktdaten der Kunden erheben
  • Schriftliches Schutz- und Hygienekonzept.
2. Alternative: Der handwerkliche Betriebsteil wird inzidenzunabhängig geöffnet und im Handelsbereich nur click & collect angeboten.

Es gelten dann folgende Hygieneanforderungen: 

  • Handwerklicher Betriebsteil siehe „7-Tage-Inzidenz unter 50“
  • Handelsbereich click & collect:
  • Kunden dürfen telefonisch, per E-Mail oder online bestellte Ware abholen. Für die Abholung darf das Ladengeschäft nicht geöffnet werden, es muss ein Abholschalter unmittelbar am Eingang eingerichtet werden oder ganz außerhalb des Ladengeschäfts stattfinden. Das Gesundheitsministerium hat dazu erklärt, dass Kunden auch beispielsweise zu reparierende Waren an einem Abholschalter abgeben dürfen. Es darf jedoch kein Kontakt zwischen Kunden und Personal stattfinden, der über die reine Übergabe der Ware hinausgeht
  • Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Kunden
  • Kunden und ihre Begleitpersonen müssen FFP2-Masken tragen, Personal hingegen nur Community-Masken. Die Maskenpflicht für das Personal besteht im Kassen- und Thekenbereich nicht, wenn durch transparente oder sonst geeignete Schutzwände ein zuverlässiger Infektionsschutz gewährleistet ist.
  • Schriftliches Schutz- und Hygienekonzept. Das Konzept muss unter anderem Maßnahmen enthalten, mit dem eine Ansammlung von Kunden vermieden wird. Dies kann beispielsweise durch die Vergabe von Abholterminen erreicht werden.
3. Alternative: Ist der handwerkliche Betriebsteil vom Handelsbereich räumlich eindeutig abgrenzbar (separate Räume mit eigenen Eingängen), kann der handwerkliche Betriebsteil inzidenzunabhängig geöffnet werden und der Handelsbereich inzidenzabhängig für click & meet.

 Es gelten dann folgende Hygieneanforderungen:

  • Handwerklicher Betriebsteil siehe „7-Tage-Inzidenz unter 50“
  • Handelsbereich click & meet, siehe „Alternative 1“
7-Tage-Inzidenz über 150

Der handwerkliche Betriebsteil darf inzidenzunabhängig geöffnet werden. Dem inzidenzabhängigen Handelsbereich ist nur noch click & collect erlaubt.

 Es gelten dann folgende Hygieneanforderungen:

  • Handwerklichen Betriebsteil siehe „7-Tage-Inzidenz unter 50“
  • Handelsbereich click & collect, siehe „7-Tage-Inzidenz zwischen 50 und 100, Alternative 2“


Was gilt im B2B-Bereich?

Im Bereich Business-to-Business gelten die Öffnungseinschränkungen nicht. Beispielsweise darf eine Druckerei unabhängig vom Inzidenzwert für Firmenkunden öffnen.



Gilt die FFP2-Maskenpflicht auch für Handwerksbetriebe?

Die FFP2-Maskenpflicht gilt für alle Ladengeschäfte, die öffnen dürfen. Damit müssen auch Handwerksbetriebe, die einen Laden mit Privatkundenverkehr betreiben, die FFP2-Maskenpflicht beachten. Das Personal muss nur Alltagsmasken tragen, Friseure, Kosmetiker, Fuß- und Nagelpfleger OP-Masken. Die Maskenpflicht für das Personal besteht im Kassen- und Thekenbereich nicht, wenn durch transparente oder sonst geeignete Schutzwände ein zuverlässiger Infektionsschutz gewährleistet ist. Näheres hierzu entnehmen Sie bitte dem Bereich Arbeitsschutz und Hygiene.



Können Dienstleister und Handwerker, deren Ladengeschäfte zu schließen sind, Kunden zu Hause aufsuchen?

Hausbesuche von Dienstleistern oder Handwerkern, die Teil ihrer normalen Tätigkeit sind, sind mit Ausnahme der körpernahen Dienstleistungen zulässig. Alle Termine, die ein persönliches Zusammentreffen erfordern und die nicht notwendig sind, sollten jedoch auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden. Sofern möglich, sollte ersatzweise auf technische Hilfsmittel (Telefon, Internet) zurückgegriffen werden. Bei einem persönlichen Zusammentreffen sind in jedem Fall die Regeln der Hygiene (Abstandsregeln und Maskenpflicht) zu beachten. Hausbesuche insbesondere bei unter Quarantäne stehenden Personen oder Einrichtungen sind auf das absolut Notwendige (etwa zur Durchführung unaufschiebbarer Reparaturen) zu beschränken und mit entsprechender Schutzbekleidung durchzuführen.



Dürfen Handwerksbetriebe weiterhin Präsenzschulungen anbieten?

Es dürfen sowohl Schulungen durchgeführt werden, die der beruflichen Aus-, Fort- und Weiterbildung dienen, als auch Kurse, die der Freizeitgestaltung zuzurechnen sind (z.B. Töpferkurse für Kinder, Schminkkurse für Verbraucher). Dies gilt aber nur solange in dem Landkreis, in dem die Schulung stattfindet, die 7-Tage-Inzidenz nicht über 100 liegt.

Dabei ist zu beachten, dass bei Präsenzveranstaltungen möglichst der Mindestabstand einzuhalten ist und Maskenpflicht, auch am Platz, besteht.





Was gilt für Friseur- und Fußpflegebetriebe?

Friseur- und Fußpflegebetriebe dürfen öffnen, egal welche 7-Tage-Inzidenz in dem jeweiligen Landkreis besteht (inzidenzunabhängig). Dies gilt auch für mobile Dienstleistungen. Im Bereich der Fußpflege ist sowohl die medizinische als auch die kosmetische erlaubt.

Friseure und Fußpfleger müssen folgende besondere Hygienemaßnahmen beachten:

  • Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Kunden

  • 10 qm Behandlungsraum (Salon) pro Kunde. Wenn der Behandlungsraum 800 qm überschreitet, 10 qm pro Kunde für die ersten 800 qm Behandlungsfläche und 20 qm pro Kunde für die Behandlungsfläche über 800 qm. Ab einer 7-Tage-Inzidenz von 100 gilt 20 qm Behandlungsfläche pro Kunde, über 800 qm Behandlungsfläche 40 qm pro Kunde.

  • Kunden und ihre Begleitpersonen müssen FFP2-Masken tragen, Friseure hingegen medizinische Masken (OP-Masken). Die Maskenpflicht für Friseure besteht im Kassen- und Thekenbereich nicht, wenn durch transparente oder sonst geeignete Schutzwände ein zuverlässiger Infektionsschutz gewährleistet ist. Soweit es die Art der Leistung erfordert (z.B. Bartrasur), darf der Kunde seine Maske abnehmen. Ab einer 7-Tage-Inzidenz von 100 muss auch das Personal FFP2-Masken tragen

  • Kunde muss negativen PCR-Test, Schnelltest oder Selbsttest vor Ort unter Aufsicht (alle max. 24 Stunden alt) vorweisen (siehe hierzu die Pressemitteilung des StMGP). Die negativen Testergebnisse müssen nicht dokumentiert oder aufbewahrt werden. Wir empfehlen dies aber. Die Testpflicht besteht auch bei der mobilen Erbringung der Dienstleistung. Für das Personal besteht hingegen keine Testpflicht.

  • Terminreservierung für Kunden zwingend notwendig

  • Kunden, die seit 14 Tagen vollständig geimpft oder frühestens vor 28 Tagen und höchstens vor sechs Monaten von einer Infektion genesen sind, müssen keinen negativen Test vorlegen. Das gilt nach unserem Verständnis der Verordnung auch für Kunden, die sich in Altenheimen aufhalten. Für den Friseur bzw. Fußpfleger selbst, der das Altenheim besucht, bleibt die Testverpflichtung bestehen, auch wenn er geimpft ist.

  • Kontaktdaten der Kunden erheben

  • Schriftliches Schutz- und Hygienekonzept.
Bitte beachten! Die Tests der Kunden sind außerhalb des Ladens durchzuführen. Auch Kinder, die das 6. Lebensjahr vollendet haben benötigen einen Test.


Was gilt für Kosmetikbetriebe und Nagelstudios?

Die Öffnung von Kosmetikbetrieben und Nagelstudios ist ab 10.05.2021 inzidenzabhängig geregelt. Anders als beim Einzelhandel gibt es aber nur zwei Inzidenzstufen (7-Tage-Inzidenz bis einschl. 100, über 100). 

Die Inzidenzstufe ändert sich aber nicht sofort, wenn der jeweilige Wert überschritten bzw. unterschritten ist, sondern erst dann, wenn die Stufenänderung von dem jeweiligen Landratsamt bzw. der kreisfreien Stadt verkündet wurde. Das Landratsamt / die kreisfreie Stadt veröffentlicht auch, ab wann die Regeln der neuen Inzidenzstufe angewandt werden dürfen bzw. müssen.

Die Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung schreibt dabei vor, dass bei einer Inzidenzstufenänderung nach oben drei Tage lang die 7-Tage-Inzidenz über 100 liegen muss und bei einer Inzidenzstufenänderung nach unten, erst fünf Tage lang unter 100 liegen muss, bevor das Landratsamt /die kreisfreie Stadt die Inzidenzstufenänderung verkünden darf. Am übernächsten Tag nach der Verkündung tritt dann die Inzidenzstufenänderung in Kraft.

 

7-Tage-Inzidenz bis einschließlich 100

Es dürfen jegliche körpernahen Dienstleistungen durchgeführt werden, also beispielsweise Kosmetik, Nagelpflege, Massagen, Permanent-Make-Up.

Es müssen folgende Hygienemaßnahmen beachtet werden:

  • Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Kunden

  • 10 qm Behandlungsraum (Salon) pro Kunde. Wenn der Behandlungsraum 800 qm überschreitet, 10 qm pro Kunde für die ersten 800 qm Behandlungsfläche und 20 qm pro Kunde für die Behandlungsfläche über 800 qm.

  • Kunden und ihre Begleitpersonen müssen FFP2-Masken tragen, das Personal hingegen medizinische Masken (OP-Masken). Die Maskenpflicht für das Personal besteht im Kassen- und Thekenbereich nicht, wenn durch transparente oder sonst geeignete Schutzwände ein zuverlässiger Infektionsschutz gewährleistet ist. Soweit es die Art der Leistung erfordert (z.B. Gesichtsmassage, Make-Up), darf der Kunde seine Maske abnehmen.

  • Terminreservierung für Kunden zwingend notwendig

  • Kontaktdaten der Kunden erheben

  • Schriftliches Schutz- und Hygienekonzept.

 Es besteht keine Testpflicht für Kunden.



7-Tage-Inzidenz über 100

Kosmetikbetriebe und Nagelstudios dürfen nur noch Fußpflege (siehe „Was gilt für Friseur- und Fußpflegebetriebe?“), medizinisch notwendige Behandlungen sowie pflegerische Leistungen erbringen, ansonsten nicht mehr öffnen.

Das Bayerische Gesundheitsministerium hat am 30.04.2021 auf seiner Homepage in den FAQs klargestellt, was unter pflegerischer Leistung oder medizinisch notwendiger Behandlung zu verstehen ist.

Nagelpflege

  • Nagelpflege darf dann als medizinisch notwendige Behandlung durchgeführt werden, wenn durch ärztliches Attest bescheinigt wird, dass die Kundschaft ihre Nägel aufgrund körperlicher Einschränkungen nicht selbst schneiden kann und deshalb gesundheitliche Beeinträchtigungen drohen. Es dürfen daneben aber keine kosmetischen Dienstleistungen (z.B. das Lackieren der Nägel) durchgeführt werden. Diese sind medizinisch nicht notwendig.

  • Nagelpflege darf als pflegerische Leistung durchgeführt werden, wenn der Kunde mindestens Pflegegrad 2 hat. In diesem Fall muss kein ärztliches Attest vorliegen.

Kosmetik

Eine medizinisch notwendige Behandlung im Bereich der Kosmetik liegt nur dann vor, wenn sie aufgrund einer ärztlichen Heilmittelverordnung von einer zur Ausübung der Heilkunde zugelassenen Person (z.B. Arzt, Heilpraktiker) durchgeführt wird. Da Kosmetiker*innen in der Regel keine solche Erlaubnis haben, dürfen sie derzeit nur kosmetische und medizinische Fußpflege und Nagelpflege unter den oben dargestellten Voraussetzungen erbringen.



Was gilt für Fotostudios?

Fotostudios gelten nun als Ladengeschäfte des Handwerks und dürfen inzidenzunabhängig öffnen (siehe weiter oben bei „Fragen und Antworten“ unter „Was gilt für Ladengeschäfte von Handwerksbetrieben“). 



Fotos im Freien

Ein Fotograf darf im Freien Architektur- oder Landschaftsaufnahmen aber auch Fotoshootings von Personen machen. Bei den Fotoshootings dürfen aber nur so viele Personen als Gruppe fotografiert werden, wie es die inzidenzabhängige Kontaktbeschränkung zulässt. Der Fotograf wird dabei nicht mitgezählt, da es für ihn die Ausübung seines Berufes darstellt. Bei beruflichen Gruppen besteht keine Personenbeschränkung, jedoch ist dann der Mindestabstand der zu fotografierenden Personen untereinander zu beachten.

Fotos beim Kunden

Das Fotografieren beim Kunden ist nicht untersagt. In der Wohnung eines Privatkunden dürfen aber nur so viele Personen als Gruppe fotografiert werden, wie es die inzidenzabhängige Kontaktbeschränkung zulässt. Der Fotograf wird dabei nicht mitgezählt, da es für ihn die Ausübung seines Berufes darstellt. Bei beruflichen Gruppen besteht keine Personenbeschränkung, jedoch ist dann der Mindestabstand der zu fotografierenden Personen untereinander zu beachten.

 Weitere Hinweise und Informationen zum Arbeitsschutzstandard, Hygienekonzepten und Mundschutzmasken finden Sie in unserer Rubrik zum Arbeitsschutz.  



Was gilt für Schneidereien/Änderungsschneidereien?

Schneidereien/Änderungsschneidereien gelten nun als Ladengeschäfte des Handwerks und dürfen inzidenzunabhängig öffnen (siehe „Was gilt für Ladengeschäfte von Handwerksbetrieben“). Das Gesundheitsministerium hat klargestellt, dass Abstecken und Abmessen am Kunden keine verbotene körpernahe Dienstleistung darstellt.



Was gilt für Gold- und Silberschmiede?

Gold- und Silberschmiede gelten nun als Ladengeschäfte des Handwerks und dürfen inzidenzunabhängig öffnen (siehe weiter oben bei „Fragen und Antworten“ unter „Was gilt für Ladengeschäfte von Handwerksbetrieben“). 



Was gilt für Uhrmacher?

Uhrmacher sind vom Gesundheitsministerium nicht als für die tägliche Versorgung unverzichtbar eingeordnet worden und müssen daher für den Privatkundenverkehr schließen.

Die Annahme und Abholung von Reparaturaufträgen sind nun aber erlaubt. Es müssen die Regelungen für Click und Collect entsprechend angewandt werden (siehe auch oben „Welche Ladengeschäfte dürfen öffnen?“  Es darf jedoch kein Kontakt zwischen Kunden und Personal stattfinden, der über die reine Übergabe der zu reparierende bzw. zu ändernde Ware hinausgeht.



Was gilt für Schuhmacher?

Geschäfte von Schuhmachern gelten nun als Ladengeschäfte des Handwerks und dürfen inzidenzunabhängig öffnen (siehe „Was gilt für Ladengeschäfte von Handwerksbetrieben“).



Arbeitsrecht, Kurzarbeit und Coronavirus Einreiseverordnung

Die wichtigsten Informationen zum Thema Arbeitsrecht, Kurzarbeit und Einreisequarantäneverordnung haben wir für Sie auf unserer Seite Informationen zum Arbeitsrecht  zusammengefasst.





Arbeitsschutz und Hygiene

Sicherheit und Gesundheitsschutz haben oberste Priorität, wenn es um die Arbeit in Zeiten der Corona-Pandemie geht. Dem Arbeitsschutz kommt dabei eine zentrale Rolle zu. Dies gilt natürlich auch für Handwerksbetriebe, vor allem, weil sie durch Ihre Produkte und Dienstleistungen viel Kundenkontakt haben.

Die wichtigsten Informationen haben wir für Sie auf unserer Seite Corona Arbeitsschutz und Hygiene zusammengefasst.







Schnell- und Selbsttests

Die wichtigsten und aktuellsten Informationen zu den Corona-Tests haben wir für Sie auf unserer Seite "Schnell- und Selbsttest für Betriebe" zusammengestellt



Finanzielle Hilfen

Wir haben für Sie eine Seite zu den finanziellen Hilfen für Betriebe, die von der Corona-Krise betroffen sind zusammengestellt.

Folgende Inhalte können Sie dort sehen (Außerordentliche Wirtschaftshilfe Novemberhilfe und Dezemberhilfe, Überbrückungshilfe III, Neustarthilfe, Eigenkapitalzuschuss, Grundsicherung für Kleinunternehmer, Förderkredite für betroffene Unternehmen, Stundungen von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen).



Abwicklung von Auslandsaufträgen

Die Ausbreitung des Corona Virus hat Auswirkungen auf die Auslandsaufträge vieler Betriebe. Das führt in den meisten Ländern zu verstärkten Einreisekontrollen, Gesundheitsprüfungen mit Temperaturmessungen, in Einzelfällen auch Einreisesperren.

Unabhängig von aufgrund der Corona Pandemie eingeführten Beschränkungen (Quarantänebestimmungen, Grenzkontrollen, Einreiseverboten) gelten Meldepflichten, wenn Sie als Handwerksbetrieb einen Auftrag im Ausland ausführen. Die vor Ort geltenden Hygiene- und Sicherheitsbestimmungen der einzelnen Länder sind einzuhalten.

Bitte beachten Sie zusätzlich zu den Informationen die Nachrichten der öffentlichen Sender und aktuellen Pressemitteilungen, da es jederzeit zu Änderungen kommen kann. Nähere Informationen entnehmen Sie bitte der Seite unseres Kooperationspartners Bayern Handwerk International.

Weiterführende Links:

 Bayern Handwerk International

Corona Service der HWK Schwaben

Unsere Unternehmensberater unterstützen Sie auch während der Corona-Pandemie weiterhin in wirtschaftlichen und rechtlichen Fragen zu allen aktuellen Themen wie Soforthilfe, Kurzarbeit, Arbeitsrecht, Kredite und Bürgschaften, Stundungen, etc.

Während unserer Servicezeiten

Montag - Donnerstag von 8:00 - 17:00 Uhr und Freitag von 8:00 - 13:30 Uhr sind unsere Mitarbeiter telefonisch und per Mail für Sie erreichbar.

Zur einfachen digitalen Kommunikation haben wir eine zusätzliche Mailadresse eingerichtet. Schreiben Sie an corona-hilfe@hwk-schwaben.de. Unser Beraterteam wird Ihr Anliegen zeitnah beantworten.

Ansprechpartner:

 Coronavirus Hotline:
Tel: 089 122-220
Mail: coronavirus-info@stmwi.bayern.de

 Bayerisches Landesamt für 
Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL)
Hotline Tel. 09131 6808-5101

 Bundesministerium für Gesundheit
Hotline Tel. 030 346-465100

 Unternehmensberatung HWK Schwaben



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